Heimatmuseum zeigt Hilfsmittel für Imker

Waben kommen in den Schleudergang

Historische Honigschleuder: Hingucker im Heimatmuseum von Espenau. Foto:  Wienecke

Espenau. „Ich habe vor einigen Jahren ein Haus gemietet und den Keller mit Erlaubnis des Vermieters entrümpelt“, berichtet Dieter Rötz aus Espenau. Beinahe hätte der Bauschlosser und Kunstschmied dabei ein ihm unbekanntes Gerät zum Sperrmüll gestellt.

Zuvor fragte er jedoch bei Siegfried Lange nach, ob er vielleicht Verwendung für einen Holzzylinder mit einer Handkurbel habe. Der Leiter des Heimatmuseums in Hohenkirchen nahm das Gerät mit und arbeitete es zunächst auf. Wie sich herausstellte, handelt es sich dabei um eine Honigschleuder, die inzwischen neben einem weiteren Exemplar im Dachgeschoss des Museums gezeigt wird.

In der Trommel einer Honigschleuder befindet sich ein Korb für Bienenwaben. Vor dem Schleudern der Waben müssen diese vom Imker noch geöffnet werden, damit der Honig mittels der Zentrifugalkraft des Gerätes gewonnen werden kann. Nach dem Schließen der Schleuder kommt sie durch die Handkurbel über eine sich im Inneren drehende Achse in Gang. Unten am Gerät befindet sich ein Hahn zum Ablassen des Honigs. Er fließt jedoch zuvor noch durch ein Sieb, um ihn von Wachsteilchen zu befreien.

Das Heimatmuseum Espenau in Hohenkirchen, Am Kirchberg 4, ist jeden ersten Sonntag im Monat von 14.30 bis 17.30 Uhr oder nach Vereinbarung geöffnet. Der Eintritt ist frei. Kontakt: Siegfried Lange, Tel. 05673/7916.

Von Bettina Wienecke

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