Kirmesburschen in Kirchbauna glänzen mit schräger Überraschungsshow

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Landfrauen als Astronautinnen: Kirsten Alter (vorn von links), Petra Riedel und Sabine Hartung würden gern als erste Deutsche zum Mars fliegen. Die Raumanzüge haben sie sich schon besorgt.

Baunatal. Freier Oberkörper, stramme Beine und das Schönste vom Mann in Höschenwindeln verborgen: So schräg präsentierten sich die Kirchbaunaer Kirmesburschen am Samstagabend während ihrer üblichen Überraschungsshow auf der Bühne des Festzelts.

„Forever young“ (ewig jung) lautete das Motto. Auf Lichtbildern verfolgte das vergnügte Publikum, wie die Kirmesburschen als Dreikäsehochs ausgesehen hatten. Die hatten dafür kräftig in Familienalben gekramt.

Das Fest hatte am Freitag mit dem Ausgraben der Kirmes begonnen. Mit der Resonanz am Freitag- und Samstagabend ist Kirmesvater Stephan Käse zufrieden. Das Zelt sei voll gewesen, das Publikum habe entspannt bis in den frühen Morgen gefeiert, die Polizei habe nichts zu tun gehabt.

Bei der obligatorischen Saalwette forderte die Freiwillige Feuerwehr die Kirmesburschen heraus. Diese sollten bis gestern Abend eine Brücke aus Bierkästen über die Bauna am Festplatz bauen, so stabil, dass Bürgermeister Manfred Schaub ein 30-Liter-Fass Bier darüberrollen kann. Der Gewinner darf es austrinken.

Am Sonntag und gestern sorgten die Kirmesburschen den ganzen Tag über für abwechslungsreiches Programm. Das begann mit einem gut besuchten Zeltgottesdienst, es setzte sich mit Eintopfessen und einer Kaffeetafel am Nachmittag fort. Bei einer Tombola gab es attraktive Preise zu gewinnen. Am Montag standen die Kinder des Dorfes im Mittelpunkt. Die Kirmesburschen luden die Kita zum Frühstück ein.

Kirmesumzug in Kirchbauna

Der ruhige Ablauf der abendlichen Kirmesfeiern im Festzelt mag vor allem die Anwohner gefreut haben. Beim traditionellen Festzug am Sonntag hätte es dagegen gern etwas bunter und lautstärker zugehen können. Trauben von Schaulustigen säumten nur vereinzelt die Route.

Der Umzug selbst war – jedenfalls gefühlt – deutlich kürzer als in früheren Jahren. Etwa 15 Gruppen aus dem Dorf präsentierten sich. In den besten Jahren der Kirmes waren es mehr als 30. Die Leute würden einfach älter, meinte Käse, Nachwuchs fehle. Das Problem hätten die Kirchbaunaer nicht allein.

Zu den Lichtblicken im Festzug zählten die Landfrauen, die sich als Alleskönnerinnen präsentierten und sogar bereit sind, zum Mars zu fliegen. Auch die Feuerwehr zog alle Register. Die Einsatzabteilung simulierte einen Rettungseinsatz, der Nachwuchs warf Wasserbomben ins Publikum.

Die Kirmes ging gestern mit einem Haxen-Essen und einem Tanzabend mit der Kapelle „Rosegarden“ zu Ende.

Von Peter Dilling

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