Erweiterung um zehn Hektar

GVZ wächst an die A7 heran: Land gibt 50.000 Euro

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Zehn Hektar für neue Industrieansiedlung: Wie dicht das GVZ ab die Autobahn (im Hintergrund) heranrückt, zeigt dieser Blick von der Rudolf-Diesel-Straße auf die Erweiterungsfläche, die jetzt noch ein Ackerfeld ist.

Fuldabrück. Noch erstreckt sich zwischen der Halle der Solarfirma SMA am Rand des Güterverkehrszentrums (GVZ) und der A  7 ein Acker. Doch nächstes Jahr könnten auf dem Geländezipfel in Bergshausen die Bagger rollen. Es gibt mehrere Interessenten für das zehn Hektar große Areal.

Dann gebe es frühestens Baurecht, sagt Fuldabrücks Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD). Das Land Hessen hat diese Erweiterung des GVZ, das von der Stadt Kassel und den Gemeinden Lohfelden und Fuldabrück gemeinsam betrieben wird, jetzt mit 50.000 Euro gefördert.

Staatssekretär Werner Koch (CDU) stellte bei der Übergabe des Bescheids in Dörnhagen weitere 25.000 Euro in Aussicht. Das Geld sei als Anschubfinanzierung gedacht und komme einem Vorzeigeprojekt interkommunaler Zusammenarbeit zugute. Das GVZ ist bisher 75 Hektar groß. Mit der Erweiterung um zehn Hektar wächst das Gewerbegebiet auf 85 Hektar an, das entspricht der Größe von 115 Fußballfeldern.

Andreas Güttler, Geschäftsführer des Zweckverbands Raum Kassel (ZRK), schätzt, dass auf der Erweiterungsfläche, die bereits von den GVZ-Betreibern angekauft worden ist, eine Industriehalle von 50.000 Quadratmetern gebaut werden kann, ähnlich groß wie die jüngst errichtete Halle von SMA. Dort könnten dann etwa 300 Arbeitsplätze entstehen.

Heißer Anwärter auf die Fläche ist der Logistikspezialist Gazeley, der bereits seit Jahren im GVZ ansässig ist. Es gebe aber auch weitere Interessenten. Die Erschließung solle zunächst von der Bergshäuser Straße her erfolgen. Langfristig habe man aber den direkten Anschluss an die Autobahn im Blick, sagte Güttler. Einige Versorgungsleitungen liegen schon. Eine 110-Kilovolt-Leitung, die im Weg ist, muss verlegt werden.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Timon Gremmels hatte sich für den Zuschuss in Wiesbaden starkgemacht. Er hat bereits die nächsten interkommunalen Projekte im Blick: die Erschließung des Langen Felds bei Niederzwehren und die Erweiterung des Gewerbegebiets am Sandershäuser Berg. Die Förderung solcher Projekte ist zwischen Land und Kommunen vereinbart worden. Das Kompetenzzentrum für Interkommunale Zusammenarbeit gibt dazu Tipps und Hilfestellung. Weitere Infos: www.ikz.hessen.de

Von Peter Dilling

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