Das Familienbad in Hessisch Lichtenau wurde aufwändig saniert und öffnet am Wochenende wieder

Die Wärme bleibt jetzt drinnen

Letzte Handgriffe: Winfried Riethmüller vervollständigt in den Umkleidekabinen des Familienbades in Hessisch Lichtenau eine Brandschutzmauer. Fotos: Szamborzki

Hessisch Lichtenau. Früher taute der Schnee auf dem Dach über den Umkleidekabinen weg, heute bleibt er liegen. Klarer Fall: Die Wärme bleibt nun im Familienbad in Hessisch Lichtenau. „Das Gebäude ist energetisch auf dem neuesten Stand“, sagt Berthold Ostermann, Fachdienstleiter für Bauunterhaltung der Stadt. Ein Drittel der Energie solle so gespart werden. „Mal sehen, ob wir das erreichen.“

Drei Jahre dauerte die Sanierung des 37 Jahre alten Gebäudes, am Samstag wird das Hallenbad wieder eröffnet. Auf den ersten Blick hat sich in der Schwimmhalle mit den drei Becken wenig verändert. Doch der Schein trügt: Besonders hinter den Kulissen hat sich während der drei Bauabschnitte viel getan.

• Schwimmbadtechnik: Die gesamte Elektrik, die Lüftung und die Badewassertechnik wurden erneuert, Sanitär- und Heizungstechnik saniert. „Wir mussten im Keller den Fußboden ausbaggern, um die neuen Lüftungsgeräte unterzubringen“, berichtet Ostermann. Diese modernen Geräte saugen die warme, chlorhaltige Luft aus den Schwimmhallen an, reinigen sie in Filtern und leiten sie zurück. So werden Heizkosten gespart.

• Umkleide- und Personalräume: Die dunklen Umkleidekabinen gehören nun der Vergangenheit an. Der gesamte Bereich bekam ein neues Dach, das dank heller Holzverkleidung und Oberlichtern für eine freundliche Atmosphäre sorgt. Außerdem wurden die Duschen saniert und der Behindertenbereich neu gestaltet. Jetzt ist auch Platz für Personalumkleiden und einen Pausenraum, sagt Schwimmbad-Mitarbeiter Rolf Halbig: „Das gab es vorher nicht.“

• Schwimmhalle: Die bunten Wände sind einem hellgelben Anstrich gewichen, außerdem gibt es neue Wärmebänke am Sprungbereich. Der Raum der Badeaufsicht wurde renoviert, zudem kann von dort nun die Wasseraufbereitung gesteuert werden. „Früher musste man dafür immer in den Keller laufen“, erinnert sich Ostermann. Direkt nebenan, in unmittelbarer Nähe zum Becken, befindet sich jetzt ein Rettungsraum, in dem Verletzte versorgt werden können. Der alte Raum im hinteren Gebäudeteil ist laut Ostermann nur umständlich erreichbar gewesen.

• Fassaden: Die neue Dreifachverglasung an allen Fenstern und eine 22 Zentimeter dicke Dämmschicht sorgen dafür,

dass die Wärme im Gebäude bleibt. Einziges Manko: „Die Außenfassade bekommen wir zur Eröffnung nicht mehr fertig“, kündigt Berthold Ostermann an.

Bei Kälte und Schnee können weder die Putzarbeiten beendet, noch die restliche Gebäudefront mit Schieferplatten behängt werden. Möglich wurde die Sanierung unter anderem durch einen Zuschuss von 550 000 Euro aus dem Sonderinvestitionsprogramm Hallenbäder des hessischen Innenministeriums. Den Rest der Kosten in Höhe von 1,93 Millionen Euro trägt die Stadt Hessisch Lichtenau.

Von Friederike Szamborzki

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