Kirche Niedervellmar: Sanierung ist angelaufen

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Imposante Erscheinung: Aus dem Jahr 1958 stammt die Adventskirche in Niedervellmar, die dem damaligen Architekturstil entsprechend modern gestaltet wurde.

Vellmar. Staub füllte bis vor Kurzem das Innere der 1958 erbauten Adventskirche im Vellmarer Stadtteil Niedervellmar. Wo sonst andächtige Ruhe herrscht, wurde gebohrt, gehämmert und mit kreischenden Winkelschleifern gearbeitet.

Handwerker demontierten die 40 Heizkörper, die teilweise seit über 50 Jahren an den Wänden des Gotteshauses hängen, und passten neue Geräte ein. Schon seit Jahren war die Heizung ein Problem. Zu hohe Heizkosten, unwirtschaftlich und veraltet, lautete das Votum der Fachleute.

Ausgetauscht: Die Heizungsmonteure Thomas Ludolph (links) und Dirk Rudolph haben im Niedervellmarer Kirchsaal bereits die neuen Heizkörper eingepasst.

„Der Kirchenvorstand hatte bereits vor vier Jahren über eine Sanierung der Heizung innerhalb der Kirche, des Kirchsaals und der Kapelle nachgedacht“, erklärt Horst Schönewolf, Vorsitzender des Kirchenvorstandes. Immerhin schlagen die Heizkosten mit rund einem Viertel des jährlichen Budgets zu Buche und liegen zwischen 9000 und 9500 Euro. So sei es logisch gewesen, darüber nachzudenken, wie man Spareffekte erzielen könne. Nach langer Planungs- und Beratungszeit hat sich die Kirchengemeinde dann für eine Sanierung der unwirtschaftlichen Heizkörper entschieden. Mit dieser Aktion werden die mehr als 40 veralteten Heizkörper gegen neue, effektivere ausgetauscht. „Dabei lag unser besonderes Augenmerk darauf, dass die Optik der Kirche nicht verändert wird“, sagt Schönewolf.

War es bisher nicht möglich, Kirche, Kirchsaal oder Kapelle unabhängig voneinander zu heizen, soll dies künftig möglich sein. Dazu werden einzelne Heizkreise geschaffen. Hinzu kommt, dass in der Kapelle neue Fenster mit Mehrfachverglasung eingebaut wurden.

Die Gesamtkosten der energetischen Sanierung belaufen sich auf rund 60 000 Euro. Für diese Kosten gibt der Kirchenkreis einen Zuschuss. Den Rest muss die Kirchengemeinde aus Eigenmitteln finanzieren. Dafür finden in der Kirche immer wieder anspruchsvolle Konzerte statt. Außerdem gibt es verschiedene Aktionen, wie den Stuhlverkauf oder Heizkörperpatenschaften, aus deren Erlös die noch fehlenden Mittel aufgebracht werden sollen.

„Durch die Heizungssanierung und die begleitenden Maßnahmen rechnen wir mit einer Heizkostenreduzierung um die 30 Prozent“,

bestätigt Schönewolf.

Neuer Pfarrer kommt

Alle Arbeiten sollen spätestens bis zum 19. August abgeschlossen sein, weil dann Thomas Vogt, der neue Gemeindepfarrer, in die Kirchengemeinde Niedervellmar eingeführt wird. Solange findet der sonntägliche Gottesdienst noch im benachbarten Kirchsaal statt.

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