Parlament stimmt Grünen-Vorschlägen zu Klimakonzept in zu

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Die Farbe verrät die Temperatur: Dieses Thermogramm eines Wohnhauses zeigt, wo Wärme entweicht. Die Skala rechts gibt Auskunft über die jeweilige Temperatur.

Lohfelden. Die Grünen in der Gemeindevertretung haben jetzt mit einem Antrag erreicht, dass der Fokus in Lohfelden stärker als bisher auf das Energie- und Klimakonzept gerichtet wird.

Zu dem Paket der jetzt vom Parlament einstimmig verabschiedeten Maßnahmen gehört eine Ergänzung der Förderrichtlinien für den Klimaschutz. Beschlossen wurde, dass nun auch Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung finanziell gefördert werden können.

Außerdem sprach sich die Vertretung für ein Monitoring aus, das Auskunft über den bisher bei „Lohfelden CO2-neutral bis 2030“ erreichten Stand geben soll. Vorschläge hierzu könne die Energiekommission entwickeln, heißt es in der Begründung des Antrags der Öko-Partei.

Die Gemeindevertreter befürworten weiter ein Marketingkonzept, mit dem die energetische Sanierung von Gebäuden forciert werden soll. Auch das Thema Energieeinsparung kam auf den Tisch. Das Parlament sprach sich in diesem Segment für einen Schulterschluss mit der Energiegenossenschaft Söhre aus.

Für Diskussionen sorgte die kostenfreie Ausleihe der im Bauamt vorhandenen Wärmebildkamera. Bei Bedarf sollten weitere Kameras angeschafft werden, beantragten die Grünen. Das wollte Hans-Jürgen Fiegand nicht mittragen. Es gebe Unternehmen, die diese Dienstleistung anbieten. Außerdem sei alles, was nichts koste, auch nichts wert, sagte der Gemeindevertreter der Unabhängigen Liste U2L.

Dominik Haferburg (CDU) hält die Bürger mit Wärmebildkameras für fachlich überfordert, weil auf dem Display der Kamera ohnehin nur eine graue Fläche zu sehen sei. John Jory (Grüne) sagte hingegen, dass ohne Thermografie keine ernsthafte Analyse für energetische Maßnahmen stattfinden könne.

Christoph Brake, Sprecher der Grünen, bezifferte das Marktvolumen für die energetische Sanierung des Gebäudebestandes in der Gemeinde Lohfelden mit 75 Millionen Euro. Seine Fraktion wolle die Sanierungsquote steigern und damit auch der örtlichen Bauwirtschaft helfen. Der Antrag zur Ausleihe und Beschaffung von Wärmebildkameras wurde schließlich von der Mehrheit der Gemeindevertreter gegen drei Stimmen aus den Lagern von U2L und CDU angenommen. (ppw)

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