Altenritter Heimatmuseum Hessenstube zeigt Vorläufer von Schleuder und Mangel

Wäsche mit zwei Walzen glätten

Museumsstück: Wäschepresse aus Gusseisen mit zwei Buchenholzwalzen und Kurbelantrieb in der Hessenstube. Foto:  Wienecke

Baunatal. Das Heimatmuseum Hessenstube in Altenritte mit seinen historisch ausgestatteten Räumen und mehreren kleinen Werkstattbereichen besteht inzwischen bereits seit 30 Jahren.

Derzeit wird das Ausstellungskonzept von einer Arbeitsgruppe überdacht, wie Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) kürzlich beim Kuckucksfest in Altenritte bekannt gab.

Im Dachgeschoss der Hessenstube befindet sich neben einer historischen Waschmaschine und einem Waschbrett auch eine Wäschepresse. Die verstellbaren Walzen des Haushaltshelfers sind aus Buchenholz.

Beliebtes Möbelholz

Als beliebtes Bau- und Möbelholz wird das Holz der Rotbuche auch zum Schnitzen und Drechseln verwendet. Der stabile Rahmen der Presse ist aus Gusseisen. Mithilfe einer Handkurbel kommen die Walzen in Gang. Mit Wäschepressen kann man nasse Wäsche auspressen oder fast trockene Wäsche zwischen Leinentüchern glätten.

Glätten durch Druck

Bereits im Mittelalter kamen Wäschepressen, die auch Linnenpressen genannt wurden, zum Einsatz. Sie funktioniert wie Buchdruckpressen und dienten dazu, Bettwäsche und Tischwäsche aus Leinen durch das langfristige Ausüben von Druck zu glätten.

Die Wäsche wurde sorgfältig zusammengelegt und unter ein Brett gelegt. Nach dem Spindelprinzip wurde mit einem Gewinde und einer Schraube Druck aufgebaut und die Wäsche über Stunden fest zusammengepresst. Dieses Verfahren schadete dem sonst so robusten Leinen jedoch auf Dauer, da der Stoff an den Pressfalten im Laufe der Zeit brüchig wurde.

Das Stadtmuseum Baunatal im Mühlenweg 4 und das Heimatmuseum Hessenstube in der Ritter Straße 1 in Altenritte werden sonntags von 14 bis 16.30 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Kontakt: Stadt Baunatal, Rathaus, Stadtarchiv, Tel. 0561/4 99 21 37, Infos: www.baunatal.de

Von Bettina Wienecke

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