Die Hessenstube in Altenritte zeigt ein beliebtes Kinderspielzeug nach der Lehre Rudolf Steiners

Waldorfpüppchen im Kinderwagen

Trägt ein Kleid mit Rüschenkragen: Die kleine Waldorfpuppe ist im Altenritter Heimatmuseum zu finden. Foto:  Wienecke

Baunatal. In der Hessenstube in Altenbauna wird historische Trachtenkleidung auf lebensgroßen Puppen präsentiert. Es werden aber auch kleine Exemplare gezeigt, die als Spielzeug dienten.

Das Waldorfpüppchen, das in einem alten Kinderwagenmodell im Heimatmuseum liegt, ist dabei ein besonders ansprechendes Exemplar. Diese Puppen werden meist ausschließlich aus unbehandelter Baumwolle oder Schafwolle hergestellt. Damit sie sich weich anfühlen, werden sie mit Reis oder Wolle gefüllt.

Hände und Füße werden nur angedeutet, Augen und Mund mit pflanzlichen Farben aufgemalt oder aufgestickt. Die Nase wird nur leicht hervorgehoben oder ganz weggelassen. Püppchen für Kleinkinder stecken in angenähten Schlafsäcken und tragen statt Haaren eine Zipfelmütze.

Waldorfpuppen wurden aus der Lehre Rudolf Steiners heraus entwickelt. Der österreichische Esoteriker und Philosoph lebte von 1861 bis 1925. Er begründete die spirituelle Weltanschauung der Anthrosophie, auf der unter anderem die Waldorfpädagogik basiert. Hierbei wird besonderen Wert auf die Entfaltung von kreativen Fähigkeiten gelegt.

Die Gesichter von Waldorfpuppen werden stets neutral gehalten, sie lächeln nicht und strahlen somit keine vorgegebene Emotion aus. Dadurch soll die Fantasie der mit ihnen spielenden Kinder zusätzlich angeregt werden.

Das Stadtmuseum Baunatal im Mühlenweg 4 und das Heimatmuseum Hessenstube in der Ritter Straße 1 in Altenritte werden sonntags von 14 bis 16.30 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Kontakt: Stadt Baunatal, Rathaus, Stadtarchiv, Tel. 0561/4 99 21 37, Infos unter: www.baunatal.de

Von Bettina Wienecke

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