Bauarbeiten für Lärmschutzwand an der A7 bei Lohfelden gehen voran

Suche nach Bomben: Wo der alte Lärmschutzwall abgetragen wurde, bohrt ein Bagger nach gefährlichen Hinterlassenschaften des Krieges. Fotos: Ketteritzsch

Lohfelden. Die gelben Bagger der Baufirmen Strassing- Limes und Beck leisten ganze Arbeit. Auf einer Länge von 300 Metern ist der einst mit Büschen und kleineren Bäumen bewachsene Erdwall an der Autobahn 7 bei Lohfelden zur Hälfte abgetragen.

Die Bagger schaffen Platz für die zehn Meter hohe Lärmschutzanlage, die das Leben in der Nachbarschaft der bald auf acht Fahrstreifen erweiterten Nord-Süd-Verbindung erträglich machen soll. Die Bauarbeiten sind der erste Schritt, mit dem die Autobahn auf den zusätzlichen Verkehr vorbereitet, der durch den Neubau der Autobahn 44 Kassel-Eisenach entsteht. Die A 7 dient als Verbindungsstück zwischen der „alten“ A  44, die hinter der Bergshäuser Brücke endet, und dem neuen Abschnitt, der ab Kassel-Ost durch das Lossetal in Richtung Eisenach führen wird. Nach den Berechnungen der Straßenbauverwaltung Hessen Mobil werden in wenigen Jahren 100 000 Fahrzeuge pro Tag über die A 7 rollen. Heute sind es 80 000.

Wo der Erdwall auf der Autobahnseite verschwunden ist, werden dieser Tage Bohrungen in die Erde getrieben. „Wir suchen nach Bomben und Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg“, sagt Reinhold Rehbein von Hessen Mobil. Am heutigen Freitag sollen die Sondierungsarbeiten beendet werden. „Gefunden haben wir bislang nichts“, so der Behördensprecher. In der nächsten Woche wird dann wieder gebohrt. Es handelt sich um Löcher für Pfähle, die in den Untergrund getrieben werden. Darauf wird ein Wall aus Stahl gesetzt, auf dem dann wiederum die eigentliche, vier Meter hohe Lärmschutzwand sitzen wird. Der erste Abschnitt, der parallel zur Talstraße bis zur Unterführung Waldauer Weg verläuft, kostet rund vier Millionen Euro. Er soll Ende 2012 fertig sein.

Bis Sommer 2013 soll laut Rehbein dann der Lärmschutz bis zur Ochshäuser Straße fertig sein.

Zwischenlager für Erde

Insgesamt werden für den Lärmschutz rechts und links der dann achtspurigen Autobahn rund 15 Millionen Euro ausgegeben. Die Erde, die neben der A 7 weggebaggert wird, findet sich hinter dem nunmehr halbierten Wall wieder. Auf einer Wiese haben die Baufirmen eine Deponie angelegt. Durch eine in den Lärmschutzwall geschlagene Lücke bringen Lastwagen die Erde zu dem Lager. Der Boden, den Planierraupen zu einem Hügel aufschichten, wird später wieder benötigt. „Er wird wieder an den neuen Lärmschutzwall angefüllt“, sagt Rehbein.

Trotz des strengen Frosts der vergangenen Woche seien die Arbeiten an der Autobahn im Zeitplan.

Von Peter Ketteritzsch

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