Neun Ministranten der katholischen Kirche Heilig Geist bei Papst-Audienz mit 48 000 Jugendlichen

Wallfahrt von Vellmar nach Rom

Auf dem Petersplatz: Die Vellmarer Ministranten und Betreuerinnen mit (hinten, von links) Elisabeth und Johannes Breidenbach, Martin Radke, Benedict Freund, dem Geschwistertrio Märthe, Emma und Arne Tillmann sowie Dennis Scheck, (vorn, von links) Betreuerin Irmgard Radke, Elias Schmeck und Betreuerin Beate Schmeck.

Vellmar / Rom. An diese Tage werden sich die neun Messdiener der katholischen Kirchengemeinde Heilig Geist aus Vellmar und ihre beiden Betreuerinnen noch lange erinnern. Die Gruppe nahm an der Ministranten-Wallfahrt nach Rom teil und traf dort ihren Bischof Heinz Josef Algermissen aus Fulda und Papst Franziskus. Letzteren allerdings nicht persönlich.

Die Vellmarer Ministranten (Minis genannt) gehörten zu 48 000 jungen Katholiken, die nach Rom zu dem alle vier Jahre stattfindenden Treffen fuhren. Aus Nordhessen waren neben den Jugendlichen aus der Ahnestadt Messdiener aus Fuldatal und Kassel dabei, insgesamt 44 Personen.

Ein Höhepunkt während der Woche in der „Ewigen Stadt“ war für die Vellmarer Jungen und Mädchen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren die Audienz mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz. Es sei eine „tolle Stimmung“ gewesen mit mutmachenden Liedern, Texten und Gebeten, so die einhellige Meinung. Überall habe es gut gelaunte Jugendliche mit bunten Pilgertüchern gegeben.

Darüber hinaus wurde den Jugendlichen vom Bistum beziehungsweise ihren Reiseleitern und Betreuern ein abwechslungsreiches, kulturgeschichtliches Programm geboten. Dazu gehörten unter anderem ein Besuch des Kolosseums, das Vatikanische Museum mit der Sixtinischen Kapelle, die Spanische Treppe, der Trevi-Brunnen (wegen Renovierung allerdings ohne Wasser), aber auch ein Stadtbummel mit Zwischenstationen an Eisdielen, die über 100 Sorten anboten.

Und was gefiel den jungen Minis am besten? „Die Spanische Treppe und das spontane Singen an Metro- und Busstationen oder bei langen Warteschlangen vor Sehenswürdigkeiten“, meint Märthe Tillmann (15). Bei ihrem älteren Bruder Arne (16) kam das ganze Sightseeing-Programm gut an. Die täglichen Gottesdienste in geschichtsträchtigen Gotteshäusern waren seiner Meinung nach „okay“. Allerdings hätten diese weniger klassisch und mehr „wie in Taizé ablaufen können“. Also statt Liedern mehr Kanongesänge, statt Wechsel zwischen Stehen, Sitzen, Knien lieber „lockeres Sitzen auf dem Kirchenfußboden“.

Das zufällige Treffen mit „unserem Bischof Heinz Josef Algermissen vor der Engelsburg“, nennt Benedict Freund (14). Klasse fand er, dass der Bischof „sich Zeit für Gespräche mit uns Minis“ nahm und „sogar für Selfies zur Verfügung stand“.

Die vielen Begegnungen mit den anderen Minis begeisterten Elisabeth Breidenbach (14). Bei Pizza und Eis sei sie voll auf ihre Kosten gekommen, nur Vollkornbrot habe sie vermisst. Elias Schmeck (13), Jüngster in der Gruppe, gefielen die Souvenirläden am Petersplatz. „Vermisst habe ich ausreichend Schlaf“, räumt er ein. Aber der ließ sich ja zu Hause aufholen. (mic)

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