Lärm- und Sichtschutz fehlt noch – Eröffnung 2011 im Visier

Neue Straße ins Hertingshäuser Gewerbegebiet: Wand soll Anwohner abschirmen

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Großer Bogen: Vom Autobahnanschluss Baunatal-Süd schwingt sich die künftige Zufahrt zum Gewerbegebiet über die Autobahn 49. Der Ortskern von Hertingshausen mit seiner engen Kreuzung soll dadurch vor allem von Schwerverkehr entlastet werden. Es ist angepeilt, die Straße noch 2011 freizugeben.

Baunatal. Die Straße sieht fertig aus – doch es fehlt noch Lärm- und Sichtschutz. Der soll in Form einer Wand kommen. Danach soll die neue Zufahrt zum Gewerbegebiet Holzhausen-Hertingshausen freigegeben werden, um den Ortskern Hertingshausen zu entlasten.

Klaus-Peter Metz von der Stadt Baunatal hofft, dass die rot-weißen Baken noch im November oder spätestens im Dezember weggeräumt werden können.

Metz ist Geschäftsführer des Zweckverbands Baunatal-Edermünde, der die neue Verbindung baut. Gesamtkosten: 5,1 Millionen Euro.

Kurzclip: Wand soll gegen Lärm helfen

Bislang quälen sich im Minutenabstand Lkw über die Kreuzung Frankfurter/Großenritter/Grifter Straße mitten in Hertingshausen. Dieser Verkehr zu Ratio, Lidl und den anderen Märkten im Gewerbegebiet, aber auch in Richtung Autobahn 7 soll dann über die neue Straße rollen. Zu dieser gehören zwei Brücken über die – ebenfalls noch gesperrte – Straße nach Holzhausen und die Autobahn 49.

407 Meter lang ist das neu geschaffene Straßenstück, das die A 49 direkt mit dem Gewerbegebiet verknüpft. Die Wand, die benachbarte Wohnhäuser vor Lärm und Scheinwerferlicht schützen soll, wird demnächst außerhalb der Leitplanken montiert und begrünt werden. Sie wird zwei Meter hoch sein.

Laut Metz ist vorgesehen, Kunststoffelemente aufzustellen. Alternative könnten Module sein, die mit Erde gefüllt werden. Von der Variante, bepflanzte Tröge aufzustellen, sei man abgekommen, sagt Metz. Grund: Die Pflanzen müssten regelmäßig bewässert werden, was Geld und Zeit koste.

Den Auftrag zum Platzieren des Lärm- und Sichtschutzes hat der Zweckverband beschlossen. Die Wand wird dann auch den Blick von der Straße in die Landschaft versperren, der jetzt noch bis Besse, Holzhausen und sogar Gudensberg reicht.

Noch nicht geklärt ist, wie die neue Straße, die auf Hozhäuser Seite Lange Heideteile heißt, an die Grifter Straße angebunden wird. Der Zweckverband hätte gern einen Kreisel, den allerdings das Land Hessen bezahlen müsste. Doch das ist klamm.

Der Verband hat nun angeboten, die Baukosten des Kreisverkehrs – man kalkuliert mit 500 000 Euro – vorzufinanzieren. Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub hat darüber auch bereits mit Verkehrsminister Dieter Posch gesprochen, doch ist noch keine Entscheidung gefallen.

Wahrscheinlich werden zunächst provisorisch Ampeln an der Einmündung installiert. In der Hoffnung, dass diese bald einem Kreisel weichen können.

Von Ingrid Jünemann

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