Rund 1000 Gläubige feierten vier Tage Jubiläum: Bischof Martin Hein lobt die Friedenskirche Altenbauna

Im Wandel der ruhende Pol

Stimmung pur: Gerhard Schöne (kleines Bild) unterhielt am Samstagnachmittag die Familien mit Kindern, abends brachte er sein erwachsenes Publikum zum Lachen. Valeria Ratiner (4, im Vordergrund) und ihre Mutter Victoria machten begeistert mit. Fotos: Dilling

Baunatal. Fred kommt immer zu spät zur Schule, weil die Zahnspange im Toaster eingeklemmt ist oder der Hamster Durchfall hat. Und in der Dudeldödelstraße Nummer vier spielt ein Wellensittich Klavier.

Der Liedermacher Gerhard Schöne hat eine Menge witziger Kinderreime auf Lager. Am Samstag war sein Aufritt im Rahmen der viertägigen Feier zum 130-jährigen Bestehen der Friedenskirche der Höhepunkt für die jüngsten Besucher. Mitsingen, mitklatschen, Tierstimmen und Geräusche von Autos nachmachen.

Das gefiel den Kindern sichtlich. Ihre Eltern, die der schon in der früheren DDR sehr bekannte Künstler später mit seinem viel beklatschten Abendprogramm in der Friedenskirche verwöhnte, machten begeistert mit.

Die beiden Konzerte des bekannten Liedermachers bescherten der Kirchengemeinde ein volles Gotteshaus. Pfarrer Dirk Muth war auch schon mit der Resonanz der beiden vorausgegangenen Abende sehr zufrieden. Am Donnerstagabend entführte der Heimatforscher Adam Ritze 150 Besucher im Kirchenzentrum Bornhagen in das alte dörfliche Altenbauna. Und der örtliche Gesangverein gab vor ebenso vielen Zuhörern am Freitagabend sein Repertoire zum Besten. Insgesamt kamen an den vier Tagen schätzungsweise rund 1000 Besucher zu den Veranstaltungen.

Zum Finale des Kirchenjubiläums wurde es in der Friedenskirche richtig eng: Während des Festgottesdienstes lobte Bischof Professor Dr. Martin Hein, der die Predigt hielt, die Altenbaunaer Gemeinde. Die Friedenskirche sei in den 130 Jahren ihres Bestehens während des Wandels, den Altenbauna vom Dorf zur Stadt durchgemacht habe, stets ein ruhender Pol für die Gläubigen gewesen.

Das gelte auch heute noch im Zeichen der grenzenlosen Mobilität. „Nur diejenigen können getrost aufbrechen, die wissen, wo sie zu Hause sind“, sagte der Bischof. Auch in Baunatal, das durch das Volkswagenwerk einen großen Aufschwung genommen habe, gebe es ein Kommen und Gehen von Menschen. Für diese sei die Friedenskirche eine Einladung.

Der Kirchenbezirkschor, begleitet von Kantorin Angelika Großwiele, sorgte für den musikalischen Rahmen.

Von Peter Dilling

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