Förderverein Schäferberg hatte eingeladen

Wanderer lauschten Stimmen der Vögel

Erfrischung: Hans-Peter Giebing gibt die frische Waldmeisterbowle zum Ausschank frei. Foto: privat/nh

Espenau. Den Stimmen der Vögel lauschen und mit Dr. Allwissend und seiner Frau Grete entlang des Märchenlandweges wandern – das waren die Höhepunkte einer Naturerlebnis-Veranstaltung des Fördervereins Schäferberg.

Eine große Gruppe Frühaufsteher machte sich bereits um 5.30 Uhr auf den Weg, um den Stimmen der Vögel zu lauschen. Ute Lohr und Adolf Knauf von der Nabu-Gruppe Fuldatal begleiteten die Wanderer sachkundig. Zu Beginn war es den Wanderern noch schwergefallen, einzelne Vogelstimmen aus der Vielfalt zu erkennen. „Wenn jeder am Ende der Wanderung eine Vogelstimme heraushören kann, ist dies schon ein guter Erfolg“, so Ute Lohr.

Zu den vielen interessanten Hinweisen während der Tour zählten auch diese: Der Baumläufer braucht Nistkästen mit einem Ein- und Ausflugloch und die Goldammer singt ein Lied, das nach „wie, wie hab ich dich so lieb“ klingt. Auch wurde über die Brisanz nicht angeleinter Hunde in der Brutzeit der Bodenbrüter informiert. Am Ende der Wanderung waren sich alle Teilnehmer einig, dass es ein unvergessliches Erlebnis war und es sich gelohnt hat, so früh aufzustehen. So wurden 23 verschiedene Vogelstimmen der passenden Art zugeordnet.

Nach einem Frühlingsfrühstück mit Bärlauchdip, Baguette und Waldmeisterbowle machten sich dann die „Langschläfer“ mit Dr. Allwissend und seiner Frau Grete auf den Weg, um die Stationen des Märchenlandweges zu erkunden. Dargestellt und erzählt wurde das nicht ganz so bekannte Märchen „Dr. Allwissend“. Es steht an 98. Stelle in der Märchensammlung der Brüder Grimm und handelt von der Wandelbarkeit und den Zufällen des Glücks. Jung und Alt lauschten gespannt.

Nebenbei gab es viel Wissenswertes über die Vergangenheit Espenaus. Hans-Peter Giebing alias Dr. Allwissend erzählte von den Hohenkirchener Sandgruben und vom Eisenerzabbau und umrundete mit allen die Hohenkirchener Kirche, die Mitte des 12. Jahrhunderts als Wehrkirche erbaut wurde. Auch der Besuch des Heimatmuseums stand auf dem Programm. Hier schwelgten alle in Erinnerungen, erkannten Gegenstände aus ihrer Kindheit wieder und erzählten von alten Zeiten.

Eintopf und Kuchen warteten dann am Schäferberg auf die hungrigen und müden Wanderer. „Insgesamt eine gelungene Veranstaltung“, so der Vorstand des Fördervereins Schäferberg, der sich bei allen Teilnehmern, Helfern und Sponsoren bedankte. (nh)

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