„War nicht absehbar“

Kreissprecher Harald Kühlborn über das Problem mit der Akustik

Für den baulichen Zustand der Schulen ist der Landkreis Kassel zuständig. HNA-Redakteur Peter Ketteritzsch sprach mit Verwaltungssprecher Harald Kühlborn über die Probleme an der Ernst-Abbe-Schule.

Herr Kühlborn, wenn die Akustik in den Schulklassen nach einer 370 000 Euro teuren Innensanierung schlechter ist als vorher, nennt man das wohl Planungsfehler oder Pfusch am Bau.

Harald Kühlborn: Es stimmt nicht, dass die Akustik vorher besser war. Es ist vielmehr so, dass durch die Sanierungsmaßnahme und die dadurch entstandenen größeren Klassenräume die Lärmsituation subjektiv anders wahrgenommen wird. Dafür spricht auch, dass sich nicht alle Lehrer beschwert haben.

Warum hat man die Flurflächen mit eingeplant, wenn man von vornherein wusste, dass die Raumakustik schlechter wird?

Kühlborn: Man hat die Flurbereiche mit eingeplant, um dem pädagogischen Konzept der Schule - in Abstimmung mit der Schulleitung - zu entsprechen. Dass sich dadurch die Raumakustik verschlechtern würde, war vor der Baumaßnahme – auch von Experten – nicht abzusehen.

Die Teilsanierung der Ernst-Abbe-Schule wurde erst durch das Konjunkturpaket des Bundes möglich. Ist das geforderte Tempo bei der Umsetzung zulasten der Qualität gegangen?

Kühlborn: Nein. Gerade die Vorgaben des Bundes waren hinsichtlich der zeitlichen Abläufe freizügiger als die des Landes. Deswegen haben wir auch die mit Landesmitteln finanzierten Projekte des Sonderinvestitionsprogramms zuerst umgesetzt. Archivfoto: nh

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