Stufe drei von vier droht

Sturmtief über Nordhessen und Niedersachsen: Warnung vor Böen und Regen

Der Deutsche Wetterdienst warnt für Donnerstag vor orkanartigen Böen. Am frühen Donnerstagmorgen hat das Sturmtief Xavier den Landkreis Kassel bereits erreicht. 

Aktualisiert um 9.30 Uhr. In Nordhessen sind die Ausläufer des Sturmtiefs bereits zu spüren, das am Donnerstag über Norddeutschland zieht. Auf der Dennhäuser Straße in Richtung Fuldabrück, nicht unweit des Ludwig-Noll-Krankenhauses und kurz vor der Bergshäuser Brücke war ein Ast auf die Fahrbahn gefallen. Laut Polizeisprecher Torsten Werner lag dieser quer zur Fahrbahn. Ein Verkehrsteilnehmer hatte sich gegen 7 Uhr an die Polizei gewandt. 

Die Straßenmeisterei Gudensberg wurde verständigt und entfernte den Ast. Zu Einschränkungen im Verkehr kam es laut Werner nicht. Man rechne allerdings damit, dass es aufgrund des Sturms im Laufe des Tages noch zu weiteren Sperrungen kommen könnte. 

Laut dem Deutschen Wetterdienst soll Sturmtief Xavier für Sturmböen und viel Regen sorgen: Der Deutsche Wetterdienst warnt für Donnerstag vor orkanartigen Böen im Regierungsbezirk Kassel. Die Gefahr bestehe voraussichtlich zwischen 8 Uhr morgens und 20 Uhr, teilte der DWD in Offenbach mit und gab eine amtliche Unwetterwarnung für die Region heraus. 

Betroffen sei nicht der komplette Regierungsbezirk, sondern vor allem der Teil nördlich von Kassel. Dort bestehe die Gefahr von orkanartigen Böen der Stufe drei - von insgesamt vier Stufen.

Die Stadt Kassel sei nach den Prognosen nicht von orkanartigen Böen betroffen. Windig dürfte es aber dennoch in der Stadt werden. "Langsam frischt der Wind auf und wir gehen davon aus, dass es im Laufe des Vormittags recht stürmisch wird", sagte der Polizeisprecher am Donnerstagmorgen in Kassel.

Auch Niedersachsen ist betroffen: Gefährdet sei das komplette Landesgebiet von Niedersachsen und Bremen voraussichtlich zwischen 8 Uhr morgens und 16 Uhr. 

Mit kräftigem Regen kündigt sich das Sturmtief am Morgen an. Polizei und Feuerwehr zufolge gab es aber noch keine wetterbedingten Einsätze. Die Einsatzkräfte seien auf das Tief vorbereitet. Autofahrer müssen sich auf Aquaplaning einstellen. 

Es besteht die Gefahr von orkanartigen Böen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 110 km/h. Die Experten warnten dabei vor entwurzelten Bäumen, herabstürzenden Gegenständen und Schäden an Gebäuden. 

Besonders im Küstenbereich sowie im Oberharz muss außerdem mit Dauerregen und Niederschlagsmengen von 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter in 24 Stunden gerechnet werden. Vereinzelt sind auch Gewitter möglich. 

Die Metronom Eisenbahngesellschaft bat die Fahrgäste schon am späten Mittwochabend, "sich ab Mittag/Nachmittag auf Verzögerungen im Bahnverkehr einzustellen". Dies gelte vor allem für die Strecken zwischen Lüneburg und Uelzen, zwischen Buchholz und Rotenburg sowie zwischen Stade und Cuxhaven.

mit dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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