Kasseler Straßenbaubehörde: Der Auftrag für die 22 Stämme an der Rasenallee ist vergeben

Warten auf die Lindenbäume

Leere Fläche: Ohne Linden und ohne Weihnachtsbaum präsentiert sich der Kreisel Rasenallee derzeit. Sechs Hochstämme sollen auf dem Rund sowie 16 weitere nördlich und südlich des Kreisels gepflanzt werden, um die vorhandene Allee fortzuführen. Fotos: Schräer

Ahnatal. Noch ist Geduld gefragt. Von Linden keine Spur, die auf dem Kreisel in Heckershausen im Verlauf der Rasenallee gepflanzt werden sollen. Mehrfach hat sich dieser Termin verzögert. Jetzt ist nach Auskunft des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Kassel der Auftrag an eine Fachfirma vergeben worden.

Allerdings habe man der Firma keinen engen Zeitrahmen gesetzt. Der Fachbetrieb habe eine gewisse Freiheit, wann er die Bäume pflanze, sagt Gerald Kluth, stellvertretender Pressesprecher des ASV.

„Wir warten darauf, dass die Bäume kommen“, betont Bürgermeister Michael Aufenanger. Im Frühjahr habe es die Zusage gegeben, dass die Pflanzen im Herbst gesetzt werden. Im Oktober habe die Gemeinde dann noch einmal nachgehakt. „Da hieß es seitens des ASV, der Pflanztermin sei im November.“ Im zurückliegenden Monat sei aber erst die Ausschreibung erfolgt, erfuhr schließlich der Bürgermeister.

So blieb der Kreisel an der Landesstraße, der von vielen Ahnatalern passiert wird, die zwischen den Ortsteilen pendeln, in der Weihnachtszeit ohne Schmuck. Vor einem Jahr hatte die Gemeinde in dessen Mitte einen Weihnachtsbaum mit Lichterketten aufgestellt.

Dieser sorgte allerdings für Kritik. Manchem Ahnataler erschien der Baum auf der großen freien Fläche zu mickrig ausgefallen. Das Nadelgewächs habe aus Kostengründen nicht größer ausfallen können, hieß es als Begründung aus dem Rathaus.

Jetzt blieb der Kreisel frei. „Wir haben bewusst auf einen Weihnachtsbaum verzichtet“, erklärt Aufenanger. Nicht, weil man erneut Kritik befürchtete, sondern weil „wir keine Planungssicherheit hatten“.

So hätte es passieren können, dass ein Weihnachtsbaum aufgestellt worden wäre und dann die Linden gepflanzt werden sollten. Alternativ sei ein geschmückter Baum unweit des Kreisels vor dem neuen Feuerwehrhaus platziert worden, sagt der Bürgermeister.

In dieser Pflanzperiode, voraussichtlich Anfang des neuen Jahres, kommen die Linden auf den Kreisel, sagt Kluth. Für Verzögerungen könnten nur Tiefschnee und gefrorener Boden sorgen. Die sechs Hochstämme werden in Reihe auf der Achse der Landesstraße gesetzt, um den Alleecharakter der Rasenallee zwischen Wilhelmshöhe und Wilhelmsthal zu erhalten. Dies war laut Kluth eine Auflage der Denkmalpflege. Nördlich und südlich des Kreisels sollen 16 weitere Linden gepflanzt werden.

Die 22 Bäume mit einem Stammumfang von 16 bis 18 Zentimetern werden zwischen vier und sechs Meter hoch sein. Die 22 Bäume kosten laut ASV einschließlich Pflanzung und drei Jahren Pflege 6500 Euro.

Von Michael Schräer

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