Dem neuen Kreisel an der Rasenallee fehlt die Bepflanzung – ASV: Arbeiten erst im Herbst

Warten auf sechs Lindenbäume

Ahnatal. In der Weihnachtszeit hatte immerhin ein Nadelbaum mit Lichterkette auf dem neuen Kreisel an der Rasenallee gestanden. Der wurde zwar von manchem Ahnataler als zu mickrig kritisiert. Jetzt, da die Natur drumherum sprießt und blüht, macht das Rondell einen noch trostloseren Eindruck.

Trostloser Eindruck

Wäre wenigstens der ausgesäte Rasen angewachsen, „bei einer geschlossenen grünen Fläche sähe es anders aus“, meint Ahnatals Bürgermeister Michael Aufenanger. Der ist mit der gegenwärtigen Situation nicht glücklich. Aber anders als beim Weihnachtsbaum, den die Verwaltung aufgestellt hatte, sei die Kommune für die Bepflanzung nicht zuständig, sondern das Amt für Straßen und Verkehrswesen (ASV).

Das ASV plane, sechs Bäume im Bereich des Kreisels zu pflanzen. Diese Entscheidung hänge auch mit der Bewerbung des Bergparks als Weltkulturerbe zusammen, meint Aufenanger.

„Wir hätten uns gewünscht und sind auch davon ausgegangen, dass dies eher umgesetzt, die Bäume früher gepflanzt werden“, sagt der Bürgermeister. Allerdings habe das ASV keinen konkreten Termin genannt. Daher könne man nicht von einem Versäumnis sprechen. Sind die Bäume gepflanzt und die Flächen im Bereich des Kreisels wie geplant hergerichtet, wird sich die Gemeinde um die Pflege kümmern. Aufenanger: „Die Unterhaltung obliegt in der Regel der Kommune.“ Der Kreisel an der Rasenallee liege in der Sichtachse vom Bergpark Wilhelmshöhe nach Wilhelmsthal. Hier seien früher die Landgrafen kutschiert worden, sagt Reinhold Rehbein, Sprecher des ASV. Daher gebe es Auflagen der Denkmalpflege, müsse sich die Bepflanzung des Kreisels „an dem Alleecharakter der Landesstraße orientieren“. Daher sollen im Kreisel sechs Hochstämme so gepflanzt werden, dass man auf der Nord-Süd-Achse der Rasenallee durch die sechs Linden schauen kann.

Südlich des Kreisels Richtung Wilhelmshöhe müssten auf einer Länge von etwa 100 Metern Büsche und Sträucher stark zurückgeschnitten werden, damit auch dort Alleebäume zur Geltung kommen. Diese Arbeiten dürften aus Naturschutzgründen aber erst ab 1. Oktober erfolgen, sagt Rehbein. Dann sollten auch die sechs Linden auf dem Kreisel gepflanzt werden.

Denn jetzt eine Firma mit dem Pflanzen der Bäume zu beauftragen, die dann im Herbst erneut anrücken müsse, um die Büsche zu beseitigen, „macht aus wirtschaftlichen Gründen keinen Sinn“, betont der ASV-Sprecher.

Von Michael Schräer

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