Feuerwehr übte in Fuldatal – Hydranten wurden überprüft – Einsatz der Steckleiter geprobt

Wasser marsch in Knickhagen

Gemeinsam: Die Steckleiter wird schnell zusammengesetzt.

Fuldatal. Kein Martinshorn, kein Blaulicht, und doch ist die Feuerwehr in Fuldatal im Einsatz – bei einer Übung beschäftigten sich die Aktiven mit kritischen Punkten beim Brandschutz im Ortsteil Knickhagen.

Erich Ueckert, stellvertretender Gemeindebrandinspektor und ehemaliger Wehrführer von Knickhagen, hatte die Aufgaben ausgearbeitet. Unter anderem galt es, die Wasserzufuhr aus dem Osterbach und einem neu installierten Hydranten zu überprüfen.

Zunächst geht es zu einer Wasserentnahmestelle unterhalb des Feuerwehrgerätehauses. Dort kann über einen befestigten Uferbereich mit der Tragkraftspritze und einem Saugschlauch die Wasserzufuhr mit Durchflussmengen von bis zu 1500 Litern pro Minute aufgebaut werden.

Noch während die Mannschaft die Schläuche an der Straße entlang über die Kreuzung zum Feuerwehrgerätehaus ausrollt, gibt Maschinist Tobias Freiwald nach und nach Wasser. Erich Ueckert erklärt: „Ein guter Maschinist kann das. So wird die Zeit, bis die Wasserzufuhr steht, deutlich verkürzt. Wenn erst die Schläuche gelegt und dann Wasser gegeben wird, kann das bis zu zehn Minuten dauern. Hier geht das in nur zwei Minuten.“

Die Überprüfung ergibt, dass die Wasserhöhe an der Entnahmestelle trotz länger anhaltender Trockenheit optimal ist. Und weil das Wasser schon mal läuft, reinigt die Feuerwehr eben noch den Kinderspielplatz.

Der Angriffstrupp Sarah Mund und Christian Gibhardt hat kaum Luft geholt, da lautet die nächste Aufgabe: „Erkundung des Gebäudes nach Personen. Anlegen der Steckleiter an der Rückseite zum Obergeschoss.“ Yannik Mund und Gerd Kaminiarek helfen den beiden, die Steckleiterteile entgegenzunehmen, die Jörg Wagner vom Löschfahrzeug nach unten gibt. Schnell ist die Leiter zusammengesteckt und der Angriffstrupp hinaufgestiegen. Erich Ueckert kontrolliert den Einsatz aus dem Fenster des Feuerwehrgerätehauses.

Nachdem alles eingepackt und an seinem Platz ist, soll noch der neue Unterflurhydrant in der Steilen Gasse auf seine Funktionsfähigkeit überprüft werden. Im Prinzip funktioniert er, aber es zeigt sich der Teufel im Detail. Durch Bauarbeiten ist der Deckel verdreckt, der Haken zum Öffnen muss mit einem Vorschlaghammer nachjustiert werden und der Schutzdeckel für das innere Rohr ist nicht da, wo er sein sollte. Kleinigkeiten, aber im Ernstfall kosten sie Zeit. Es ist gut, sie am Übungsabend zu beheben.

Als die Wehrleute winkend zurück durchs Dorf fahren, sitzen die Anwohner auf ihren Terrassen oder winken beim Spaziergang mit ihrem Hund zurück. Keiner von ihnen hat etwas von dem Präventiveinsatz zu ihrer Sicherheit mitbekommen. (hog)

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