Alle Jahre wieder

Wasserabrechnung: Versorger gehen bei Ermittlung unterschiedlich vor

Genaue Dokumentation: Am Jahresende werden die Zählerstände für den Wasserverbrauch abgelesen. Vielerorts übernehmen diese Aufgabe eigens dafür geschulte Ableser. Es gibt aber auch Kommunen, die auf Eigenmeldung der Verbraucher setzen. Foto: dpa

Baunatal / Schauenburg. Mit dem Jahresende wird für Hauseigentümer und Mieter auch die Wasserabrechnung fällig. In Baunatal wird dabei wieder auf Ableser gesetzt. „So vermeiden wir die Problematik, dass Hauseigentümer ihren Wasserstand nicht durchgeben“, sagt Thorben Brunzel von den Stadtwerken Baunatal.

Da im Falle der Nichtmeldung der Stand geschätzt werden müsste, könne es vor allem bei jahrelangen Schätzungen zu Problemen kommen. Die Schätzungen sind mitunter nicht genau. Und auch bei Preisänderungen könne das zu unnötigen Mehrkosten führen. „Die Zählerstände werden deshalb bei uns von gut geschulten Ablesern eingeholt“, bestätigt Thomas Briefs, Pressesprecher der Stadt Baunatal.

Die Vorzüge der Regelung lägen auf der Hand. Durch den Einsatz der Ableser entfalle die zeitintensive Nachfrage nach fehlenden Zählerständen. Das Prozedere der Vor-Ort-Erfassung sei hingegen ganz einfach.

„Die Wasserstände werden von den Ablesern an die Stadtverwaltung weitergegeben.“ Die Stadt Baunatal beschäftigt mehrere Ableser auf Honorarbasis, teilweise übernehmen auch städtische Angestellte diese Aufgabe.

„Die Ergebnisse werden im Rathaus erfasst und dann die entsprechende Abrechnung erstellt“, erklärt Briefs.

Anders sieht es in der Gemeinde Schauenburg aus. Dort lesen die Verbraucher ihre Zählerstände selbst ab. Warum in Schauenburg auf die Eigenmeldung gesetzt wird? „Das ist für die Gemeinde günstiger“, meint Sabine Schweinebraten, Sachbearbeiterin für Steuern und Abgaben. Zu Problemen komme es dabei nicht. „Die Verbraucher bekommen ein vorgefertigtes Formular, das einfach zu handhaben ist. Hin und wieder klappt das mit der Rückmeldung nicht, aber prinzipiell ist die Vorgehensweise in Ordnung“, erklärt Schweinebraten. Und was, wenn falsche Angaben gemacht werden? „Falsche Angaben fallen uns auf. Wir verfügen über ein ausgeklügeltes Kontrollsystem“, sagt die Expertin. „Ein falscher Zählerstand lässt sich auch nach der Abrechnung anpassen.“

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