Herbert Bollerhey züchtete im 10 000 Quadratmeter großen Park 1000 Exemplare – Ende Juli wieder Festival

Seerosengarten für Besucher offen - Festival Ende Juli

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Blickfang: Seerosenzüchter Herbert Bollerhey auf einer der Brücken seines Wassergartens, den er auf 500 Quadratmeter Fläche in Rothwesten angelegt hat. Die Gesamtfläche beläuft sich damit auf rund 10 000 Quadratmeter. Fotos: Wewetzer

Fuldatal. Wasser sprudelt, Vögel zwitschern, ein Lüftchen streift durch die Blätter. Wer Herbert Bollerheys Seerosengarten in Rothwesten betritt, wähnt sich in einer anderen Welt.

Auf 10 000 Quadratmetern hat der 66-Jährige eine parkähnliche Anlage geschaffen, die nach seiner Überzeugung in Deutschland ihresgleichen sucht. In 350 Becken schwimmen 1000 Seerosen mit mehr als 4000 Blüten. Am Samstag und Sonntag, 28./29. Juli, können Liebhaber die Anlage wieder beim Fuldataler Seerosen-Festival der Gesellschaft der Wassergartenfreunde bewundern. Bis zu 5000 Besucher werden erwartet.

1992 pflanzte Bollerhey seine erste Seerosen-Sorte, heute sind es 150 verschiedene. Auf Reisen, die ihn unter anderem nach England, Malaysia und die USA führten, hat sich Bollerhey sein Wissen angeeignet. Im nächsten Jahr soll die Reise nach China gehen.

„Das ganze Frühjahr geht drauf, um die Anlage optimal auf das Festival vorzubereiten“, erzählt der Züchter, während er an den Teichen entlangschlendert und auf besonders schöne Exemplare verweist - wie zum Beispiel auf den „Stern von Rothwesten“. Oder auf eine Seerose, die zweifarbig in Weiß und Rosa leuchtet: „Das ist eine kleine Sensation“, sagt er. Besonders seltene Exemplare, die der 66-Jährige von Züchter-Freunden aus dem Ausland geschenkt bekommen hat, werden aus der Masse herausgehoben, mit einem Namen bedacht und getauft - mit Sekt oder sogar mit einem kernigen Wein vom Böddiger Berg. Gerade mal zehn Pflanzen wurde diese Ehre bislang zuteil.

Prunkstück seines Seerosen-Parks ist „Bollys Wassergarten“. Auf 500 Quadratmetern hat Bollerhey kürzlich eine Anlage mit Brücken, Wasserfall und Aussichtspunkt geschaffen - inklusive freiem Blick zum Herkules.

Kein Wunder, dass ihn der Seerosenteich des berühmten impressionistischen Malers Claude Monet bei einem Besuch des Museums gar nicht so sehr beeindruckt hat: „So doll war das gar nicht. In zehn Minuten waren wir da durch.“

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