Gemeindevertreter lehnen Erhöhung ab

Wasserpreis bleibt in Fuldatal vorerst stabil

Fuldatal. Der Wasserpreis in Fuldatal bleibt stabil: Die Gemeindevertreter lehnten in ihrer Sitzung am Donnerstagabend ab, die Gebühr von derzeit 1,84 Euro netto auf 2,13 Euro für den Kubikmeter anzuheben. Das hatten Gemeindevorstand und Betriebskommission gefordert.

Für die Bürger ist diese Entscheidung nicht unbedingt ein Anlass zur Freude: Nächstes Jahr könnte die Erhöhung wegen drohender Defizite bei der Wasserversorgung umso heftiger ausfallen.

Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU), der nur bei seinen Parteifreunden in der Unionsfraktion Unterstützung fand, hatte sich vergeblich für die Anhebung eingesetzt. Wenn die Gemeindevertretung die Beschlussvorlage ablehne, „laufen wir sehenden Auges in einen Verlust von 100.000 Euro hinein“, sagte der Verwaltungschef.

Genau das bezweifelt jedoch die SPD-Fraktion. Sie glaubt nicht, dass die finanziellen Rücklagen der Wasserwerke schon nächstes Jahr aufgezehrt sein werden. Die Kalkulation sei „nicht rechtssicher“ und müsse überprüft werden, sagte Heidrun Gottschalk, Vorsitzende der SPD-Fraktion. Die Grünen lehnten die Erhöhung ebenfalls ab, allerdings mit anderer Begründung. Auch sie zweifeln an der Kalkulationsgrundlage der prognostizierten Kosten. Ihr Fraktionschef Thomas Ackermann sprach von mangelnder Transparenz. Er schätzt, dass die Kosten der Wasserversorgung noch stärker steigen als angenommen. Das bestritt Schreiber.

Außerdem sei es fragwürdig, dass die Wasserwerke einen Kapitalertrag an den allgemeinen Haushalt der Gemeinde abführen sollen, meinte Ackermann weiter. Das sei doch schon vom Tisch, erklärte Schreiber. Bis alles geklärt sei, solle man nicht über eine Gebührenanhebung entscheiden und lieber die Rücklagen aufbrauchen, sagte Ackermann.

FDP und Freie Wähler hatten sich erfolglos für eine moderatere Anhebung von 15 Cent eingesetzt. Schließlich habe der Bürger bereits Mehrausgaben zu verkraften, sagte Klaus-Dieter Sänger von den Liberalen. Er plädierte dafür, die Gebühren nach und nach zu erhöhen. (pdi)

Rubriklistenbild: © dpa

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