Gewerbepark Fritz-Erler-Anlage in Rothwesten: Arbeiten zur Erschließung haben jetzt offiziell begonnen

Mit Wasserrohren fängt es an

Ein Stück Trinkwasserleitung: Start der Erschließung mit von links Lars Brendler (Planungsbüro Hesse und Partner), Hauptamtsleiter Klaus Exner, Reiner Franke (Hesse und Partner), Harald Richter (Baufirma Richter, Kassel), Bürgermeisterin Anne Werderich, Georg Schedler (Bima), Stephan Linß (Prokurist Firma Richter) und Alexander Dieter (Polier Firma Richter). Foto: Schräer

Fuldatal. Es geht sichtbar voran. „Ich freue mich, dass den vielen Reden endlich Taten folgen“, meinte Bürgermeisterin Anne Werderich. Zum offiziellen Start der Erschließung traf sie sich jetzt mit allen Beteiligten auf dem Gelände der Fritz-Erler-Anlage in Rothwesten. Insgesamt werden über drei Jahre 5,9 Millionen Euro investiert in Ver- und Entsorgungsleitungen sowie den Straßenbau.

Mit dem Hinweis auf die vielen Reden bezog sich die Bürgermeisterin auf den langwierigen Prozess, das ehemalige Militärgelände in eine zivile Nutzung zu überführen. So dauerte es nach dem Abzug der Bundeswehr Anfang 2008 knapp vier Jahre, bis ein städtebaulicher Vertrag für den Gewerbepark unterzeichnet wurde. Lange Zeit hatte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) als Eigentümer der Liegenschaft auf einen Generalinvestor gehofft. Um schließlich doch auf eine kleinteilige Vermarktung zu setzen, die die Gemeinde von Anfang an favorisiert hatte.

Jetzt erfolgt also der erste Bauabschnitt der Erschließung. In diesem sollen insgesamt 2650 Meter Rohrleitungen von fünf bis 20 Zentimeter Durchmesser für die Trinkwasserversorgung verlegt werden. Denn nur ein geringer Teil des Netzes der ehemaligen Kaserne könne weiterhin verwendet werden, betont Planer Reiner Franke vom Kasseler Büro Hesse und Partner.

Alle Anlieger, die Gebäude auf dem insgesamt 42 Hektar (rund 60 Fußballfelder) großen Gelände des neuen Gewerbegebietes erworben beziehungsweise wie das Fraunhofer Iwes neu gebaut haben, sollen „bis Mitte 2012 mit Trinkwasser versorgt sein“, sagt die Bürgermeisterin.

Um die vorhandenen Nutzer geht es auch bei weiteren Arbeiten, die im ersten Bauabschnitt erledigt werden. Sie betreffen zum einen den Bereich des ehemaligen Haupttores der Kaserne, wo bereits mehrere Gebäude zivil genutzt werden. Zum anderen den hinteren Bereich der Fritz-Erler-Anlage, wo das Fraunhofer Iwes sein Testzentrum errichtet hat. Dort soll eine Wendeschleife gebaut werden, die auch Lkw nutzen können. Umfang der Arbeiten: 1000 Quadratmeter bituminöse Fläche, 70 Quadratmeter Pflaster und 300 Meter Bordsteine. Am ehemaligen Haupttor werden 625 Meter Abwasserkanal in die Straße verlegt und diese anschließend instand gesetzt. Im Einzelnen seien dies laut Franke 1100 Quadratmeter bituminöse Fläche, 660 Quadratmeter gepflasterte Gehwege und 1100 Meter Bordsteine.

An Kosten fallen im ersten Bauabschnitt 1 175 000 Euro für die Wasserversorgung, 625 000 Euro für den Kanalbau und 470 000 Euro für den Straßenbau an. Übrigens erfolge der Straßenbau nur bis zur vorletzten Schicht, heißt es seitens der Planer. Die Feindecke kommt erst ganz am Schluss, wenn mit dem dritten Bauabschnitt alle Straßen saniert und erstellt sind.

Von Michael Schräer

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