Verein Together – Hilfe für Uganda schickt 11 000 Kilo Material auf die Reise

Wassertürme für Afrika

Leisteten Schwerstarbeit: 11 000 Kilogramm Hilfsgüter wurden von den Together-Mitgliedern so im Container verstaut, dass kaum ein Kubikzentimeter ungenutzt blieb. Das Bild zeigt von links: Herbert Sauerbier, Josef Mündelein, Klaus Friedrich sowie Josef und Tobias Pristl. Foto: Stier

Kaufungen / Kassel. Unglaublich, was in so eine Stahlkiste alles hineinpasst: Einige Tage haben Mitglieder des Vereins Together – Hilfe für Uganda Schwerstarbeit geleistet, um den Container auf einem Speditionsgelände von Großalmerode-Trubenhausen pickepacke vollzuräumen. In dieser Woche nun gingen 11 000 Kilo Hilfsgüter auf die sechs Wochen lange Reise nach Afrika, wo die Schulzentren in Kooki und Buryansungwe weiter ausgebaut werden sollen, berichtete Klaus Friedrich vom Together-Vorstand.

Gewichtigster Teil ist das riesige Stahlgerüst, das von den Auszubildenden des Kasseler Berufsbildungszentrums gebaut und zusammengeschweißt wurde und das später in Kooki (Uganda) zwei große Wassertürme tragen soll. Außerdem mit an Bord: Solarmodule samt Trägersystemen für die Dachkonstruktion, ein Generator, Pumpen für die Brunnen, 15 Computer mit Flachbildschirmen, 80 Stühle und zehn Schultische, Arbeitskleidung, einige Hundert Meter Regenrinnen und jede Menge Nützliches mehr.

Gespendet wurde das Material von SMA, Solarworld, Pumpen Hermann aus Baunatal, Solartechnik Stiens in Kaufungen und anderen. Der Rotary Club Kaufungen-Lossetal und sein holländischer Partnerclub aus Seyst spendierten noch 5000 Euro dazu.

Die 250 Vereinsmitglieder, vorwiegend aus Kassel, Kaufungen und Helsa, haben in Uganda inzwischen wirkungsvolle Hilfsprojekte gestemmt. An den zwei Schulzentren in Kooki und Buryansungwe werden laut Friedrich inzwischen 1500 Schüler unterrichtet – bis zum Abitur oder Berufsabschluss. Dank der heimischen Solarindustrie wurden hier Insellösungen für eine sichere Stromversorgung geschaffen. Im August werden 15 SMA-Mitarbeiter nach Uganda fliegen, um die neue Solaranlage zu installieren.

Drei Wasserprojekte des Vereins versorgen inzwischen 30 000 Menschen mit sauberem Trinkwasser – was die Zahl der Erkrankten in der Region drastisch senkte.

Erfolgreich ist auch das Projekt „Starke Frauen“, das vorwiegend alleinlebende Frauen dazu ausbildet, auf eigenen Feldern Lebensmittel anzubauen, mit denen sie sich und ihre Kinder selbst ernähren können. Friedrich: „Das ist inzwischen eine richtige Bewegung geworden.“

Ähnlich funktioniert auch die „Young Farmer’s Initiative“. In 18 Dörfern werden dabei Bauern in nachhaltiger und die Erosion mindernder Landwirtschaft geschult.

Der Verein Together, der auch einige Hundert Patenschaften für Kinder in Uganda unterhält, ist weiter auf Spenden angewiesen.

Wer helfen und spenden will: Kasseler Sparkasse, Bankleitzahl (BLZ) 520 503 53, Konto-Nummer 12 35 90 00 00.

Von Thomas Stier

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