Lothar Alexi seit 20 Jahren Trainer der TSG Wattenbach – Abschied zum Saisonende

„Er ist ein Wattenbächer“

Sportlerparty in Wattenbach: Aktive und ehemalige Spieler ließen den bald aus dem Amt scheidenden Erfolgstrainer Lothar Alexi (Bildmitte) hochleben. Foto: Wohlgehagen

Söhrewald. „Er ist ein Wattenbächer“, sagte Manfred Lippert vom Förderverein über Lothar Alexi (54), der seit 20 Jahren für die TSG Wattenbach als Fußballtrainer tätig ist. Zum Saisonende geht die von Erfolgen gekrönte sportliche Beziehung zwischen dem kaufmännischen Angestellten aus Landwehrhagen und der TSG zu Ende.

Das für den Fußballsport ungewöhnliche Trainerjubiläum und der Abschied vom Erfolgscoach wurden jetzt mit einer Sportlerparty im Dorfgemeinschaftshaus ausgiebig gefeiert.

Vertreter des Vereins, Spieler und Freunde würdigten an diesem Abend die sportlichen Leistungen und die Menschenführung des langjährigen Übungsleiters, der während seines Engagements in Wattenbach insgesamt 120 Spieler betreut hat.

Lothar Alexis Verpflichtung als Trainer gehöre neben dem Neubau des Stadions am Brand zu den richtungsweisenden Entscheidungen in der sportlichen Entwicklung der Gemeinde, hieß es in Wattenbach. „Es hat einfach gepasst“, sagte der frühere Bürgermeister Horst Bachmann, der bei der Verpflichtung des Erfolgstrainers auch im Verein Verantwortung trug. Mit Lothar Alexi sei alles viel professioneller geworden, sagte Bachmann.

„Sympathischer Mensch“

Natürlich ging es auch an diesem Abend um den Oberligaaufstieg im Jahre 2004, mit dem der 1200-Seelen-Ort hessenweit für Furore sorgte. „Das war nie geplant“, die Heimat der TSG sei „realistisch im gehobenen Amateurbereich anzusiedeln“, sagte Lothar Alexi unserer Zeitung.

Diese sportlichen Ziele verfolgt auch Fußballabteilungsleiter Ralph Koch, der mit einem der bisherigen Assistenten aus dem Trainerstab als Nachfolger für den scheidenden Coach plant: „Lothars Handschrift soll natürlich bleiben“, versicherte Koch.

Wehmut allenthalben: Auch bei Walter Krug, der den Weg des Trainers als Stadionsprecher begleitet hat, und dessen Qualitäten in der Menschenführung besonders herausstellte.

„Lothar Alexi ist ein sympathischer Mensch, mit dem man immer reden konnte“, sagten Elvira Kraus und Claudia Wenzel, deren Ehemänner früher in Wattenbach gekickt haben. Man habe mit ihm schöne Feten feiern können.

Die direkt am Sportplatz wohnende Elsbeth Ochs sorgt sich gar, künftig auf „die emotional starke Stimme“ des scheidenden Trainers verzichten zu müssen.

Die Spieler überraschten ihren Trainer mit einstudierten Bühnenauftritten. Allen voran Marco Schäffer, der sein Gesangs- und Showtalent gleich mehrfach durchblicken ließ.

Lothar Alexi verabschiedete sich aus Wattenbach mit einer 30-minütigen Rede. Er dankte allen Aktiven und den Verantwortlichen des Vereins für die sehr gute Zusammenarbeit und seiner Ehefrau für ihr großes Verständnis. Seine Spieler bat der scheidende Trainer für „manch ungewöhnliche“ Trainingseinheit um Verzeihung. (ppw)

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