Vellmarer Brandschützer nach Alarm im Schnitt in vier Minuten am Unfallort

Wehr mit 121 Einsätzen

Einsatzbereitschaft rund um die Uhr: Gut ausgebildet und bestens für die verschiedensten Einsätze ausgestattet sind die 72 Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Vellmar, die im vergangenen Jahr insgesamt 121 Mal ausrücken mussten. Foto: Brandau

Vellmar. „121 Mal rückte die Vellmarer Feuerwehr im vergangenen Jahr zu Einsätzen aus“, erklärte Stadtbrandinspektor Wolfhard Eidenmüller in seinem Rechenschaftsbericht anlässlich der Jahreshauptversammlung im Vellmarer Feuerwehrhaus.

Das entspricht einer Steigerung von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings beschränkte sich der größte Teil der Einsätze auf so genannte technische Hilfeleistungen, wie Unwettereinsätze, die Beseitigung von Ölspuren, Verkehrsunfälle oder das Öffnen von Türen. 28 Brände wurden 2011 bekämpft und 17 Mal wurden die Vellmarer Brandschützer durch Fehlalarme angefordert.

Besonders positiv sei, dass die durchschnittliche Ausrückzeit, also die Zeit von der Alarmierung bis zum Eintreffen des ersten Einsatzfahrzeuges, nur vier Minuten betrage, hob Eidenmüller hervor. Die Zahl der Einsatzkräfte verringerte sich leicht und beträgt derzeit 72 Personen bei einer Sollstärke von 90 Einsatzkräften. Dennoch sei die Vellmarer Feuerwehr leistungsfähig und sehr gut vorbereitet, versicherte der Stadtbrandinspektor.

Das stellte auch das Staffelteam um Julian Küthe, Marvin Fettmilch, Marek Jacobi und Guido Robertje beim Kasseler GWH-Treppenlauf eindrucksvoll unter Beweis. Mit voller Atemschutzausrüstung liefen die jungen Männer aus Vellmar als schnellste ins 17. Stockwerk und belegten so den 1. Platz unter sieben Mannschaften.

Mit großem Interesse warten die Vellmarer auf die Einführung des Digitalfunks. So ist neben der Anschaffung eines neuen Stromerzeugers und der Ersatzbeschaffung für einen Rüst- und Gerätewagen auch der Kauf von digitalen Funkgeräten vorgesehen. Der digitale Funk soll nun Anfang 2013 starten, gab sich Eidenmüller zuversichtlich.

Jugendfeuerwehr wird 40

Zuversichtlich war auch Pierre Besson, der für die Jugendfeuerwehr berichtete. Vor 40 Jahren sei die gegründet worden. In diesem Zeitraum wurden 103 Nachwuchskräfte aus der Jugendwehr in die Einsatzabteilung übernommen. Das seien rund 70 Prozent der heutigen Einsatzkräfte, bestätigte Besson. „Ein Zeichen, dass es der Jugendfeuerwehr gut geht“.

Dem konnte sich Vellmars Bürgermeister Dirk Stochla nur anschließen. „Mit der Jugendfeuerwehr und der 2008 gegründeten Kinderfeuerwehr sind wir auf dem richtigen Weg“, sagte der Rathauschef.

Stochla bedankte sich für die Einsatzbereitschaft der ehrenamtlich Tätigen und sprach insgesamt 36 Beförderungen aus, darunter auch für Wolfhard Eidenmüller und Michael Riese, die beide zum Hauptbrandmeister ernannt wurden. Archivfotos: Brandau/Herzog/nh

Von Werner Brandau

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