Niestetals Brandbekämpfer sollen 2012 gleich drei neue Einsatzfahrzeuge erhalten

Die Wehr muss aufrüsten

Der alte Rüstwagen hat bald ausgedient: An dem fast 30 Jahre alten Unimog stehen (von links) Andreas Mohr mit dem Spreizer, Frank Schmidtke und Kai Traube mit der Rettungsschere. Was mit dem Unimog passiert, wenn 2012 der neue Wagen kommt, ist offen. Vielleicht können sich die Brandbekämpfer in der ungarischen Partnerstadt darauf freuen. Foto: Stier

Niestetal. Die Gemeinde Niestetal wächst. Nicht in der Fläche, die bleibt mit 22,15 Quadratkilometer gleich, wohl aber bei Einwohnerzahl, Neubauflächen und Gewerbegebiete. Und damit wachsen auch die Aufgaben für die Freiwillige Feuerwehr, die personell und materiell den größer werdenden Aufgaben angepasst werden muss.

Im neuen, vom Parlament einstimmig verabschiedeten Bedarfs- und Entwicklungsplan für den Brandschutz und die Allgemeine Hilfe wird der Weg aufgezeigt, den die Wehr in den kommenden Jahren gehen muss.

Im Mittelpunkt steht dabei die Anschaffung von drei Fahrzeugen, die für 2012 angepeilt wird. Der 18 Jahre alte Einsatzleitwagen müsse durch einen neuen ersetzt werden, erklärte Sandra Römer, im Rathaus fürs Feuerwehrwesen zuständig. Kostenpunkt: über 100 000 Euro. Der Rüstwagen hat sogar 24 Jahre auf dem Blechbuckel. Er soll durch ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug ersetzt werden, das gut 400 000 Euro kosten dürfte. Mit ihm, so Gemeindebrandinspektor Andreas Pflüger, sollen etwa Ölsperren und -bindemittel, Tauchpumpen für Hochwassereinsätze und die Beleuchtung für Einsatzorte transportiert werden. Pflüger: „Mit dem neuen Wagen wären wir sehr viel flexibler.“ Um bei Einsätzen etwa im neuen Gewerbegebiet Sandershäuser Berg Material an den Ort des Geschehens schaffen zu können, muss ein neuer Gerätewagen Logistik angeschafft werden, der allein in der Grundausstattung 100 000 Euro kosten wird. Wünschenswert, so Römer, wäre natürlich auch die Anschaffung eines Drehleiter-Fahrzeuges, weil es immer mehr über acht Meter hohe Gebäude in Niestetal gibt.

Die neue, seit 2009 gültige Feuerwehrorganisationsverordnung schreibt eine Drehleiter nicht vor, im Bedarfsfall muss Niestetal die Kollegen aus Kaufungen und Kassel zu Hilfe rufen. Auch das Feuerwehrhaus muss den neuen Ansprüchen angepasst werden. Dabei sollte nach Einschätzung Pflügers auch gleich eine Stellfläche für ein künftig eventuell doch noch erforderliches Drehleiter-Fahrzeug eingeplant werden. Problematisch könnte das begrenzte Platzangebot im Gemeindezentrum sein.

Gegenwärtig, so Rathaussprecher Dennis Bachmann, werde die Notwendigkeit eines Anbaus geprüft. Das 1984 bezogene Gebäude zeigt zudem Schäden in der Bausubstanz, es fehlen Lager-, Sanitär- und Ausbildungsräume. (tom) HINTERGRUND ARTIKEL LINKS UND RECHTS

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