Neuwahlen bei der Helsaer Feuerwehr – Blick zurück auf das Jahr 2012

Wehr rückte 157 Mal aus

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Geehrt oder wiedergewählt: Klaus-Dieter Noll (von links), Markus Schiemank und Markus Rausch erhielten das Brandschutzehrenzeichen, Dieter Wolfram, Sebastian Eberhardt und Matthias Anacker erhielten die Anerkennungsprämie des Landes Hessen und Thomas Lenz sowie Timo Schröder wurden als Gemeindebrandinspektoren wiedergewählt.

Helsa. In ihrer Tätigkeit als Gemeindebrandinspektoren wurden Timo Schröder und Thomas Lenz am Freitag in Wickenrode bei Neuwahlen bestätigt.

Die vier Ortsteilfeuerwehren der Gemeinde Helsa blickten anlässlich ihrer Jahreshauptversammlung auch auf das vergangene Jahr zurück, das mit 157 Einsätzen den insgesamt 116 ehrenamtlichen Rettern viel Engagement abverlangte. Alarmierend nannte Schröder hierbei die große Zahl von Fehlalarmen. Insgesamt sei man 28 Mal umsonst ausgerückt. Um den Ausbildungsstand weiter zu verbessern wurden 52 Lehrgänge besucht.

Die Schlagkraft der Wehr sei weiter verbessert worden, so der wiedergewählte oberste Feuerwehrmann der Gemeinde. Ein neuer Einsatzleitwagen wurde in Dienst gestellt und die Beschaffung für einen Gerätewagen-Logistik eingeleitet, der den Brandschutz im Lautenbachtal durch 1000 Meter Schlauchmaterial unterstützen wird. Die Atemschutzgeräteträger erhielten neue Einsatzjacken als Ersatz für die alten verschlissenen Jacken.

Schröder betonte aber, dass all diese Beschaffungen nichts mit der neuen Autobahn 44 zu tun hätten. Für den Autobahnbau sei man nicht vorbereitet und man stünde noch immer im Dunkeln: „Wir haben viele Fragen gestellt, doch Antworten gab es bislang keine.“ Man lebe sprichwörtlich von den Informationen aus der Tageszeitung, das sei skandalös. Schröder lasse sich auf so etwas nicht mehr ein, dieser Umgang des Landes Hessen mit den betroffenen Feuerwehren sei unvertretbar.

Dem pflichtete auch Helsas Bürgermeister Tilo Küthe bei, der auch auf die durch den Rettungsschirm des Landes erschwerte finanzielle Situation der Gemeinde verwies. Den Brandschutz für eine Autobahn mit dem zweitlängsten Tunnel Deutschlands könne Helsa nicht alleine stemmen, weder finanziell noch personell.

Gemeindejugendfeuerwehrwart Benjamin Blum lobte die Arbeit der vier Jugendfeuerwehren, die zusammen 51 Mitglieder haben und inzwischen gut von den beiden Kinderfeuerwehren in Helsa und Eschenstruth profitieren. Die Jugendarbeit sei nach wie vor die wichtigste Rekrutierungsquelle für die Einsatzabteilungen.

Geehrt wurde Klaus-Dieter Noll mit dem Brandschutzehrenzeichen am Bande für 40-Jährigen aktiven Feuerwehrdienst, Markus Rausch und Markus Schiemank für 25-Jährigen Dienst. Die Anerkennungsprämie des Landes Hessen für 40 Jahre Feuerwehrdienst erhielten Dieter Wolfram und für zehn Jahre Dienst Matthias Anacker, Oliver Schiele und Sebastian Eberhardt. (zko) HINTERGRUND

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