Feuerwehrzentrale in Lohfelden wird teurer

Weiter Diskussion über hohe Kosten

Lohfelden. Die Diskussion über Kostensteigerungen bei der Errichtung des zentralen Feuerwehrstützpunktes in Lohfelden hält an. Jetzt nahmen Bürgermeister Michael Reuter (SPD) und Sprecher der Fraktionen im Gemeindeparlament zu den nicht unumstrittenen Baustandards des Projektes und dem Anstieg der Baukosten von 4, 8 auf 5,4 Millionen Euro Stellung.

„Das vorerst letzte große Infrastrukturprojekt in der Gemeinde.“

Bernd Hirdes (SPD)

Für Bernd Hirdes (SPD) ist der Feuerwehrstützpunkt das „vorerst letzte große Infrastrukturprojekt“ in der Gemeinde. Das sei kein Prestigeprojekt und auch die barrierefreie Ausstattung des Gebäudes habe nichts mit Luxus oder „Firlefanz“ zu tun, sagte der Fraktionsvorsitzende.

Auch Bürgermeister Michael Reuter brach eine Lanze für die bisherige Planung, die objektiven Kriterien folge und dem Zusammenschluss aller Ortsteilwehren zu einer freiwilligen Feuerwehr geschuldet sei.

Bürger besser informieren

Der Verwaltungschef verteidigte den Einbau einer Aufzugsanlage in dem neuen Depot. Die sei notwendig, um die Schulungsräume auch den Feuerwehrsenioren und Rollstuhlfahrern zugänglich zu machen. Man solle im Übrigen mit den ehemals aktiven Feuerwehrkameraden respektvoll und wertschätzend umgehen und das auch in der Sprache zum Ausdruck bringen, forderte der Verwaltungschef.

Die Grünen-Sprecherin Miriam Kresevljak-Würth empfahl, den Bürgern künftig detaillierte Informationen und Zahlen an die Hand zu geben, „statt wie bei diesem Projekt nur pauschal mit Summen von 5,5 Millionen Euro um sich zu schmeißen“.

Pia Kirchner (U2L) beklagte die lange Laufzeit des Kredites. Wenn der getilgt sei, würden bei der Feuerwehrzentrale schon die ersten Reparaturen anfallen. Deshalb sei es besser, heute alles aus vorhandenen Mitteln aufzubringen.

Die Gemeindevertreterin Birgit Kaiser-Wirz (CDU) hat einen anderen Denkansatz. Sie hofft infolge des „Wirtschaftsaufschwungs in Nordhessen“ auf höhere Gewerbesteuereinnahmen und auf eine Verdoppelung der Schlüsselzuweisungen des Landes. Dann könnte man die Darlehensaufnahme für das Feuerwehrhaus reduzieren.

Bernd Hirdes denkt indes schon über künftige Steuererhöhungen nach, um die Finanzierung der laufenden Ausgaben sicherzustellen: „Man müsste gucken, wie wir die Steuersätze in Lohfelden ab 2012/13 ein bisschen anpassen können“, sagte der SPD-Sprecher. (ppw)

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