Ab heute Reparatur der Straßenbahnstrecke – KVG entschuldigt sich bei verärgerten Fahrgästen

Bis Donnerstag nur Busse im Lossetal

Helsa/Kaufungen. Die Ersatzbusse werden auf der Lossetalstrecke noch bis Donnerstag verkehren. Wie die KVG am Montag mitteilte, können die Trambahnen der Linie 4 nicht wie angekündigt ab Dienstag, sondern erst ab Donnerstagfrüh wieder fahren.

Kabeldiebe hatten versucht, Signalleitungen zu entfernen und dabei die Leitungen beschädigt. Erst am Dienstag würden die neuen Signalkabel geliefert, so die KVG weiter. Um die Sicherheit zu gewährleisten, müssten nach dem Einbau noch Prüfungen und Probefahrten stattfinden.

„Diese Notsituation stellt unsere Fahrgäste und uns auf eine harte Probe“, sagte KVG-Vorstandsvorsitzender Andreas Helbig. „Wir bitten um Verständnis und Entschuldigung für die Schwierigkeiten, die dieser Notbetrieb mit sich bringt.“

Der Ärger bei den Fahrgästen ist mittlerweile groß. Als „Zumutung“ beschreibt ein Leser die Zustände. Die Verbindung

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von Helsa nach Hess. Lichtenau sei kaum gewährleistet. Wartezeiten von 45 Minuten seien die Regel. Zielorte an den Bussen seien falsch angegeben, viele Busfahrer wüssten nicht, welche Stationen sie anfahren müssen. In einem Fall sei Hess. Lichtenau erst nach dem Protest wütender Fahrgäste angefahren worden.

Es gebe zwar Notfallpläne, doch jeder Notfall sei anders, sagte KVG-Sprecherin Heidi Hamad. Für den Busersatzverkehr setze die KVG täglich sechs Busse zusätzlich ein, dafür werden zwölf Busfahrer würden benötigt. Da die Anfrage bei anderen Unternehmen ohne Erfolg blieb, habe man fortgeschrittene Azubis, KVG-Kollegen aus der Werkstatt und aus den Büros – alle mit Busführerschein – ans Lenkrad gesetzt.

Die Ersatzbusse pendeln im Takt wie die Trams – weil die Busse länger brauchen, fahren sie jedoch bis zu zehn Minuten früher los. Die Tram-Haltestellen Riekswiesen, Oberkaufungen-Mitte, Oberkaufungen-Bahnhof und „Im Steinhof“ entfallen.

Für Probleme sorgt auch die unterschiedliche Kapazität der Fahrzeuge. Die großen Schubgelenkbusse fassen maximal 110 Fahrgäste, in eine Tram passen mit 200 Fahrgästen fast doppelt so viele Menschen.

Der Ersatzverkehr verursach laut KVG erhebliche Kosten. Sie belaufen sich auf 4000 Euro täglich. Der Schaden an den Signalkabeln wurde mit 20 000 Euro angegeben.

Fahrplan-Infos: Sonderfahrpläne finden sich an den Haltestellen und auf www.kvg.de. NVV-Servicetelefon: 0180-234-0180.

Von Holger Schindler

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