Das Sattelfest bleibt weiterhin kostenlos

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Sattelfest pur: Auf unserem Archivfoto vom vergangenen Jahr sind die Radler auf der 25 Kilometer langen Strecke an der Fulda unterwegs, während andere eine Erfrischungspause einlegen.

Fuldatal/Kassel. Beim Sattelfest, der großen Freizeitsportveranstaltung entlang der Fulda von Kassel nach Hann. Münden, muss das Regierungspräsidium Kassel als Veranstalter um Teilnehmer meist nicht bangen.

Besonders wenn das Wetter mitspielt, kommen - wie im vergangenen Jahr - schnell 15 000 Radler und Inliner zusammen. „Die Schwierigkeit ist das Finanzielle“, sagte gestern RP-Sprecher Michael Conrad während der Vorstellung des Programms für das 18. Sattelfest am Sonntag, 3. Juni, das um 10 Uhr am Landhaus Meister in Wolfsanger gestartet wird.

Bei 15.000 bis 20.000 Euro liegt auch in diesem Jahr der Etat der Großveranstaltung, der komplett über Sponsoren finanziert wird. Da lag im vergangenen Jahr das Problem. Denn Geldgeber hatten sich in den Jahren zuvor angesichts der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage zurückhaltender gezeigt.

„Wir müssen ein neues Konzept entwickeln, damit das Fest ein festes Fundament bekommt“, hatte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke (CDU) damals gefordert. Die Gründung eines Trägervereins war im Gespräch, die Einführung einer Starterkarte für einen oder zwei Euro ebenfalls.

Das ist heute alles Schnee von gestern. „Da haben wir eine Vollbremsung gemacht“, sagte RP-Sprecher Conrad. Gerade das Startgeld „können wir vergessen, das hätte nie funktioniert“. Allein die Kontrollen wären viel zu aufwendig gewesen.

15 Sponsoren dabei

Dass der Handlungsdruck nachgelassen hat, dafür sieht Conrad die Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage als einen Grund: „Sponsorengelder fließen wieder leichter.“ 15 Geldgeber sind es in diesem Jahr, mit der Kasseler Sparkasse als Schirmherr an der Spitze, die das Sattelfest möglich machen. „Wir unterstützen gern diese Freizeitveranstaltung für die ganze Familie“, erklärte Vorstandsvorsitzender Ingo Buchholz.

An der idyllischen, 21 Kilometer langen, für Autos an diesem Tag gesperrten Strecke entlang der Fulda hat sich nichts geändert. End- und Wendepunkt aus Richtung Kassel wird wieder Hann. Münden sein, die Weiterführung der Route bis nach Gieselwerder wird es vorerst nicht mehr geben. Natürlich kann auch von Münden aus gestartet werden. Conrad weist darauf hin, dass die Strecke auch für ambitionierte Rollstuhlfahrer geeignet sei.

Trubel mit DLRG, Feuerwehr und anderen Vereinen wird es wieder an der Schleuse Wahnhausen geben. Dort erhalten die Teilnehmer Wissenswertes zu den Ausbildungsangeboten wie Sportbootführerschein, Funkscheine für See- und Binnenfunk und Seenotsignale.

An der Strecke gibt es zahlreiche Aktionen rund um Fahrrad und Fitness. Der DLRG-Ortsverein Fuldatal in Kooperation mit den Wehren Simmershausen und Wilhelmshausen wird während des Sattelfestes mit vier Booten den Wasserrettungsdienst stellen.

Von Stefan Wewetzer

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