Dorferneuerung: Landkreis weist Eigentümer von Privathäusern auf gute Chancen für Förderung hin

Weiter Zuschüsse für alte Bausubstanz

Fassaden saniert: Das ehemalige Pfarrhaus in Simmershausen erneuerte Eigentümer Andreas Zabel auch mit Fördergeld aus der Dorferneuerung. Foto: Schräer

Fuldatal. Für Hausbesitzer aus Orten, die aktuell im Dorferneuerungsprogramm des Landes Hessen aufgenommen sind, stehen noch Fördermittel für private Bau- und Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung.

Es bestehe „eine gute Chance, dass alle Anträge, die in diesem Jahr eingehen, auch bewilligt werden können“, sagt Peter Nissen, Abteilungsleiter beim Amt für den ländlichen Raum des Kreises Kassel in Hofgeismar.

Nissen empfiehlt, die Anträge schnell zu stellen, um so die guten Chancen auf einen positiven Förderungsbescheid zu nutzen. Die Sanierung von Häusern in den alten Ortskernen kann mit 30 Prozent, beziehungsweise maximal 30 000 Euro bezuschusst werden. Das Geld kann für alle Arbeiten genutzt werden, die die Substanz des Gebäudes erhalten beziehungsweise die Außenhülle oder den Innenbereich erneuern.

Ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Sanierung bietet Andreas Zabel, der mit seiner Familie seit 2001 in einem ehemaligen Pfarrhaus in Simmershausen wohnt. Sein Haus hat nun auch mit Fördergeld aus dem Dorferneuerungsprogramm unter anderem eine sanierte Fassade und neue Sprossenfenster. Das Fachwerkgebäude mit Scheune entstand um 1700 und war eines der ersten geförderten Projekte im Landkreis im privaten Bereich.

Ein weiteres Beispiel sind die Familien Tölle und Herbold aus dem Trendelburger Stadtteil Gottsbüren. 2011 entschieden sie sich dafür, einen Antrag im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms einzureichen, um die Fassade und die Dachrinne ihres Fachwerkhauses zu erneuern.

„Dass wir den Antrag auf Förderung gestellt haben, war eine gute Idee, die uns nicht nur finanziell, sondern auch planungstechnisch sehr geholfen hat“, sagt Andreas Tölle, Eigentümer der einen Hälfte des sanierten Fachwerkhauses. Neben der Betreuung beim Stellen des Antrags, werden die Hausbesitzer durch kostenfreie und unverbindliche Beratung vor Ort unterstützt.

Positiv sei auch, dass neben einer Verbesserung des Gesamteindrucks im Ort ein Nachahmungseffekt in der Nachbarschaft eintrete, betont Nissen. Ein weiterer nachhaltiger Effekt für den Arbeitsmarkt sei, dass in der Regel nur Handwerksbetriebe aus der Region Aufträge erhielten. (rax) Foto: privat / nh

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