Stadt Baunatal vergrößert drei Kitas: 70 weitere Plätze

Eine Wand schwebt ein: Der Kindergarten Rengershausen (links hinten) wird mit Holzmodulen erweitert. In die zusätzlichen Räume soll auch eine Gruppe einziehen, die bislang im Untergeschoss des Gebäudes untergebracht ist. Foto: Jünemann

Baunatal. Die Stadt Baunatal wird in den nächsten Monaten 70 weitere Kindergartenplätze schaffen. Damit wächst die Gesamtzahl auf 1203, worin 168 Plätze für Kinder unter drei Jahren enthalten sind.

Anlass der Erweiterung von zunächst drei Tagesstätten sei „der erhebliche Zuzug junger Familien“, so Bürgermeister Manfred Schaub. Es gebe bereits Wartelisten. Problem beim Planen sei, dass der Kindergartenbesuch – anders als die Schule – nicht an feste Termine gebunden und nicht verpflichtend ist. So müsse man kurzfristig reagieren, sagt Schaub.

Bereits im Werden ist die Vergrößerung des Kindergartens in Rengershausen, Dorothea-Viehmann-Straße. Holzwände schwebten am Dienstag auf ein Fundament. Hier soll eine zusätzliche Gruppe entstehen, außerdem die provisorisch im Untergeschoss des vorhandenen Gebäudes beheimatete Gruppe sozusagen ans Licht geholt werden.

Mit den neuen Räumen wird die Tagesstätte fünf Gruppen haben. Die Module auf dem Außengelände sollen vor Weihnachten fertig sein, damit die Rengershäuser Warteliste in den Papierkorb kann.

Eine solche Liste gibt es auch für den Kindergarten Birkenallee am Baunsberg in Altenbauna. Hier soll zum Jahresbeginn 2013 eine sechste Gruppe, in der ersten Hälfte des nächsten Jahres noch eine siebte entstehen.

Die Stadt möchte das zum Verkauf stehende Kirchenzentrum Bornhagen nutzen, entweder als Mieter oder schon als Eigentümer. Denn im Rathaus ist im Blick, das Gebäude zu erwerben, in dem sich auch der Elternvereinskindergarten Abenteuerland befindet.

Zunächst werde man vermutlich einen Raum provisorisch einrichten, kündigt Schaub an. Die Bindung des Komplexes an kirchliche Zwecke hatte das Stadtparlament jüngst einmütig aufgehoben.

Der Zuzug junger Familien sei gut für den Baunsberg mit seinen vielen Nationen, so kommentiert der Bürgermeister die Entwicklung. Allerdings werde das mittelfristig auch bedeuten, dass die dort beheimatete Friedrich-Ebert-Schule wachsen muss.

Neu errichtet wird zurzeit der Kindergarten Talrain in Großenritte, der alte Flachbau aus den 70er-Jahren war marode geworden. Hier wird jetzt sogar von drei auf fünf Gruppen aufgestockt, nachdem zunächst vier geplant waren. Der Zuzug ins Wohnquartier Heimbach wirke sich aus, sagt der Rathauschef. Die neue Einrichtung soll im Spätherbst fertig sein, zurzeit nutzen die Kinder ein Provisorium an der Langenbergschule.

Auch im Baunataler Zentrum werden die Kindergartenplätze knapp. Hier gibt es noch keine konkreten Pläne, aber Schaub kann sich am Stadtpark-Kindergarten eine Lösung mit einem Holzmodul vorstellen.

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