Weiterer Kreisel am Ratio-Land soll bis Weihnachten fertig sein

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Bald Kreisverkehr: Die Kreuzung am Lidl in Edermünde wird umgebaut, damit der Verkehr flüssiger fließt.

Baunatal/Edermünde. Die Händler im Gewerbegebiet Baunatal-Edermünde, ihre Kunden und die von Lkw-Verkehr geplagten Bürger von Hertingshausen können sich freuen: Voraussichtlich noch bis Ende des Jahres wird die Kreuzung am Lidl im Bereich „Lange Heideteile“ zum Kreisel umgebaut.

Die Verkehrsanlage soll für flüssigere Verkehrsabläufe in dem Gewerbegebiet sorgen und mehr Auto- und Lkw- Fahrer veranlassen, die neue Umgehungsspange (Kreisstraße 92) von der Autobahn 49 zur Grifter Straße zu benutzen. Hertingshausen wird dann entlastet. Baustart soll Mitte Oktober sein.

Vertreter der Stadt Baunatal der Gemeinde Edermünde, des Schwalm-Eder-Kreises und von Hessen Mobil sowie der Edermünder SPD-Landtagsabgeordnete Günter Rudolph, Vorsitzender der Verbandsversammlung des Zweckverbands Baunatal/Edermünde, kamen bereits am Donnerstag zu einem symbolischen Spatenstich zusammen.

Das Verkehrsprojekt ist vor allem der Finanzkraft der Stadt Baunatal zu verdanken. Das Land Hessen hat nämlich momentan keine Mittel. Baunatal finanziert die bisher auf 650 000 Euro veranschlagten Baukosten über den Zweckverband Baunatal/Edermünde vor. Zwei Drittel der Kosten wird in späteren Jahren das Land erstatten. Außerdem werde der Zweckverband rund 120 000 Euro Förderung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz erhalten, teilte Klaus-Peter Metz von der Baunataler Stadtverwaltung auf Nachfrage mit. Am Ende wird die Gemeinde Edermünde der Volkswagenstadt etwa 100 000 Euro aus eigenen Mitteln erstatten müssen. Der künftige Kreisel liegt auf ihrem Gebiet.

Die neue, 2011 fertiggestellte Umgehungsstraße werde immer besser angenommen, sagte Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) beim offiziellen Spatenstich. Das hätten Verkehrszählungen ergeben. Ziel sei es, noch mehr Lkw-Verkehr aus den Dörfern herauszubekommen. „Der Kreisel ist die beste Lösung“, sagte Edermündes Bürgermeister Karl-Heinz Färber.

Der Kreisel wird einen Außendurchmesser von 45 Metern und einen Innenring von vier Metern Breite haben. Die Einfahrten in die Verkehrsanlage werden als langgezogene Kurven gestaltet, damit Lastwagen, die Ware zu den Gewerbebetrieben bringen, keine Manövrierprobleme bekommen. Verbandschef Rudolph hofft, dass der Kreisel rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft im Ratio-Land und den Edermünder Betrieben fertig wird.

Wenn das Wetter mitspiele, sei das durchaus möglich, meinten die Vertreter von Hessen-Mobil.

Der neue Kreisel könnte in den Folgejahren noch mehr Bedeutung als Verkehrsdrehscheibe erhalten: Hessen-Mobil untersucht derzeit, ob die Autobahn-Abfahrt Baunatal Süd in den Bereich der Aral-Tankstelle verlegt und mit dem Kreisel verknüpft werden kann.

Von Peter Dilling

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