Weiterer Schritt zu neuem Wohngebiet in Baunatal

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Nah dran: Das geplante Wohnquartier an der Südseite der Altenritter Straße liegt in der Nachbarschaft von Rundsporthalle, Musikschule und Theodor-Heuss-Schule. Auch zum Baunataler Stadtzentrum, das im Bild rechts unten beginnt, ist es nicht weit.

Baunatal. Bis Jahresende sollen sich Konturen des künftigen Wohnquartiers auf dem ehemaligen Gelände der Theodor-Heuss-Schule (THS) in Altenbauna abzeichnen. Zwischen 100 und 120 Wohnungen sind zwischen Bauna und Altenritter Straße vorgesehen.

Im Rathaus wertet man zurzeit aus, was sich potenzielle Bewohner wünschen und was Investoren vorsschlagen.

Unterdessen hat der Magistrat beschlossen, die später in das Wohngebiet führende Straße „Am Stadtpark“ zu taufen und nicht - wie seinerzeit im Stadtparlament angestoßen - Heinrich-Pflug-Straße. Vielmehr soll laut Bürgermeister Manfred Schaub eine Tafel aufgestellt werden, die an den abgerissenen THS-Altbau und an Heinrich Pflug, der die Schule lange leitete, erinnert.

An der Person von Heinrich („Henner“) Pflug, der 2009 mit 93 Jahren starb, hatte sich Zustimmung und Kritik entzündet. Vielen gilt der Baunataler Ehrenbürger als wegweisender Pädogoge, engagierter Kommunalpolitiker und verdienter Stadtarchivar. Aber frühere Schüler werfen ihm auch vor, dass er während der 50er- und 60er-Jahre im Unterricht junge Menschen gezüchtigt habe.

Die drei Töchter Pflugs, die mit ihren Familien weit weg von Baunatal leben, seien sehr zufrieden mit der Straßennamen-Lösung, sagt Schaub. Sie wollten keinen Anlass zu erneuten Diskussionen über ihren Vater bieten. Schaub: „Die Diskussion belastet die Familien.“ Zu den Vorwürfen sagt der Bürgermeister: Letztlich handele es sich großenteils „um ungesicherte Erkenntnisse“, von denen vieles nicht mehr nachprüfbar sei.

Das neue Wohnquartier hat eine Fläche von 18 000 Quadratmetern. Große Bildtafeln an den Hauptachsen Baunatals weisen bereits auf das neue Quartier hin, das auch wegen seiner Nähe zu Stadtzentrum und Sportanlagen attraktiv ist.

Ende September waren Wohn- und Kaufinteressenten, von denen sich vorab gut 200 gemeldet hatten, von der Stadt mit möglichen Investoren zusammengebracht worden. Annähernd 500 Besucher kamen damals.

Die Auswertung des Meinungsaustausches soll Schaub zufolge ergeben, was wo in welcher Größe entstehen könnte. Dieser Entwurf solle dann wieder den Investoren zugehen, damit die Machbarkeit geprüft werden kann. Schaub: „Jetzt bekommen wir auf jeden Fall ein Bild.“

Ab 2013 könnte gebaut werden. Das Areal soll sich aber nicht in einem Rutsch, sondern nach und nach füllen.

Info: Rathaus Baunatal, Karl-Hermann Ludwig, Telefon 05 61/4 99 22 83.

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