Sanierung der Mehrzweckhalle in Niestetal wird wohl verschoben

In die Jahre gekommen: Die Niestetaler Mehrzweckhalle gilt unter Energiegesichtspunkten als veraltet. Foto:  Ketteritzsch

Niestetal. Sport, Ausstellungen, Kongresse, Konzerte: Die Mehrzweckhalle in der Nachbarschaft des Rathauses ist der wichtigste Veranstaltungsort in Niestetal.

Doch während das Rathaus im Zuge der Schadstoffsanierung erweitert und modernisiert wurde, wird die Verjüngungskur für den ebenfalls rund 30 Jahre alten Bau an der Heiligenröder Straße möglicherweise erst einmal auf Eis gelegt.

Grund dafür ist die unsichere Finanzlage der Gemeinde, die in diesem Jahr unter ungewöhnlich hohen Belastungen durch Umlagen ächzt. Diese müssen vor allem aufgrund der hohen Gewerbesteuereinnahmen der vergangenen Jahre gezahlt werden.

Am Donnerstag müssen die Gemeindevertreter entscheiden, wie sie mit den Vorschlägen des Kasseler Architekturbüros Hegger-Hegger-Schleiff umgehen. 2009, als die Finanzlage Niestetals noch rosiger war, hatte die Gemeinde das Büro beauftragt, ein Konzept für eine energetische Sanierung der Halle zu unterbreiten und bei dieser Gelegenheit zu schauen, was sich ansonsten noch verbessern lässt. Nach Informationen der HNA enthält das Papier, das die Gemeinde nicht veröffentlicht, den Vorschlag, das Foyer und den Bereich des Jugendzentrums „Come in“ zu vergrößern.

Würden die Ideen umgesetzt, würde dem Vernehmen nach ein Millionbetrag fällig. Es gilt daher als wahrscheinlich, dass das Parlament das Thema Mehrzweckhalle erst einmal zu den Akten legt, obwohl das Bauwerk unter heutigen Kriterien durchaus als „Energiefresser“ gilt.

Der Zustand der Mehrzweckhalle sei „nicht dramatisch und nicht alarmierend“, sagte Verwaltungssprecher Dennis Bachmann auf Anfrage dieser Zeitung.

Mit der Mehrzweckhalle würden die Gemeindevertreter bereits das zweite Großprojekt in der Gemeinde auf Eis legen. Auch die Verwirklichung des neuen Hallenbades ist ungewiss. Im November will das Parlament entscheiden, wie es mit den Bad-Plänen weitergeht.

Die Sitzung findet am Donnerstag, 27. September, ab 20 Uhr im großen Saal des Rathauses, Heiligenröder Straße 70, statt.

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