Gartenexperten bewerten seit 24 Jahren Vellmarer Heide- und Steingärten

Nur wenig Blühendes

Bewertung: Dieter Döring (von links), Juryvorsitzender Hans-Friedrich Werner, Gudrun Bärwolf, Bernd Beier, Norbert Röhre, Eberhard Walther und Manfred Stieglitz achten bei den Stein- und Heidegarten auf Wachstum, Blüte, Farbe, Pflege und Harmonie. Foto: Brandau

Vellmar. Ein bisschen überrascht war Irmgard Mehte schon, als sie hörte, dass jetzt die Jury des Vellmarer Blumenschmuckwettbewerbs vor ihrem Grundstück stand um ihren Stein- und Heidegarten zu bewerten. Schließlich ist es erst einige Tage her, dass noch Schnee lag und eisige Temperaturen herrschten.

„Eigentlich viel zu früh, denn wer konnte bisher schon in seinem Garten etwas tun?“, fragt sich die 64-Jährige. Ähnlich ging es anderen Gartenbesitzern, die sich zum Wettbewerb angemeldet hatten und ihre Gärten so unvorbereitet den kritischen Blicken der Jury ausgesetzt sahen.

„Kein Grund zur Beunruhigung“, beschwichtigt Juryvorsitzender Hans-Friedrich Werner. „Als wir den Termin für die Begehung festgelegt haben, wussten wir nicht, dass der Winter so spät und heftig kommen würde“, sagt der Landschaftsarchitekt. Trotzdem sei man in der Lage, die Gärten zu bewerten, auch wenn mancherorts Teile der sonst so farbenfrohen Blütenpracht des Heidekrautes unter dem Frost gelitten hätten.

Irmgard Mehte hatte Glück, bei ihr ist nichts erfroren. Seit acht Jahren beteiligt sich die Hobbygärtnerin erfolgreich am Blumenschmuckwettbewerb. Gemeinsam mit ihrem Mann gestaltet sie den Vorgarten. Eine Arbeit, die von den Hausbesitzern gern erledigt wird. „Wir haben Freude daran und außerdem trägt es zur Verschönerung des Stadtbildes bei“, sagen die beiden.

Darüber waren sich auch die sieben fachkundigen Mitglieder der Jury einig, die Punkte für Wachstum, Blüte, Farbe, Pflege und Harmonie der Heide- oder Steingärten vergaben.

Für zwei Juroren war es diesmal die erste Begehung in Vellmar, denn die langjährigen Jurymitglieder Irmgard Heidenreich und Margot Ullrich vom Gartenbauverein Niedervellmar verließen das Expertenteam. So war es für Eberhard Walther und Manfred Stieglitz eine Premiere, denn die beiden, die ebenfalls dem Gartenbauverein Niedervellmar angehören, sind jetzt als Nachrücker im Gremium der Gartenexperten.

„Obwohl wir jahreszeitlich gesehen sehr zeitig unterwegs sind, waren die zu bewertenden Gärten durchweg in einem sehr guten Pflegezustand“, erklärt Agraringenieur Eberhard Walther. „Sicher werden wir uns beim nächsten Durchgang im Sommer, wenn Vorgärten, Fenster, Hauseingänge und Balkone zu bewerten sind, an mehr Blühenden erfreuen können“, bestätigt der 54-Jährige.

Von Werner Brandau

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