Bund bestätigt Streichung von Fördergeld

Wenig Hoffnung für die Stiftskirche in Kaufungen

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Sanierung gestoppt: Für die Stiftskirche in Oberkaufungen gibt es kein Geld mehr.

Kaufungen. Die Hoffnung, dass die Sanierung der Stiftskirche in Oberkaufungen doch noch zu Ende gebracht werden kann, schwindet.

Auf HNA-Anfrage bestätigte Dietrich von der Schulenburg, Sprecher von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU), am Mittwoch die Streichung des jährlichen Fördergelds von 150.000 Euro. Bei dem Denkmalpflegeprogramm handele es sich um eine jahresbezogene Projektförderung im Rahmen der jeweils verfügbaren Haushaltsmittel.

Aktualisiert um 16.55 Uhr

 „Ein Anspruch auf eine mehrjährige Förderung besteht nicht“, sagte von der Schulenburg. Dem Sprecher des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien zufolge hat es keine Zusicherung gegeben, das Projekt durchgängig zu fördern. Es bestehe aber die Möglichkeit, bis zum 31. Oktober einen Antrag für eine Förderung im Jahr 2014 zu stellen.

Derweil bestätigte Kirchensprecher Roland Kupski, dass die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ihren Anteil (150.000 Euro) an den Sanierungskosten nur zahlen werde, wenn der Bund das Geld zur Verfügung stelle. Das gleiche gilt für das Hessische Wissenschaftsministerium, das bislang jährlich ebenfalls 150.000 Euro beisteuerte. „Uns sind rechtlich leider die Hände gebunden“, sagte Ministeriumssprecher Ulrich Adolphs.

Unterstützung für Dekanin Carmen Jelinek und den für Bauprojekte des Ritterschaftlichen Stifts zuständigen Obervorsteher Henn-Wolfram Riedesel zu Eisenbach kommt von den örtlichen SPD-Abgeordneten. Sie werde Neumann nach Kaufungen einladen, damit er sich ein Bild von der Bedeutung der Stiftskirche machen könne, so die Bundestagsabgeordnete Ulrike Gottschalck (Niestetal). Der Verweis auf eine angespannte Finanzlage klinge „ein wenig merkwürdig“. Ihr Landtagskollege Timon Gremmels (Niestetal) forderte Hessens Kunstministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) auf, sich für die weitere Zahlung einzusetzen. (ket)

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