Zufall Logistics Group im Güterverkehrszentrum: europaweiter Versand von SMA-Produkten

Ab nach oben: Michael Riese befördert eine Palette mit SMA-Wechselrichtern ins Regallager.

Fuldabrück / Lohfelden /Kassel. Wenn Michael Riese seinen Gabelstapler nach oben ausfährt, dann kann einem schon vom Zuschauen schwindelig werden. Zehn Meter über dem Hallenboden bugsiert er eine Palette mit acht SMA-Wechselrichtern zentimetergenau ins Lagerregal.

Der 26-jährige Azubi lernt Fachlagerist bei der Firma Zufall, das Logistikunternehmen betreibt im Güterverkehrszentrum (GVZ) Kassel eine große Lagerhalle.

Zufall Logistics Group: Europaweiter Versand von SMA-Produkten

Es ist morgens um 10 Uhr, ein Lastwagen hat an einer der 18 Verladestationen angedockt. Das Entladen ist eine Sache von wenigen Minuten. Mit wendigen Gabelstaplern werden die Paletten aus dem Laderaum geholt. Mit hoher Geschwindigkeit fahren sie durch die 60 Meter langen Regalreihen und platzieren die Paletten an ihrem Platz. Bis zu 14 000 Paletten werden im Monat hier umgeschlagen.

Im Regal werden sie nur kurze Zeit verbringen. Denn die Zufall Logistics Group betreibt hier ein Umschlaglager; das heißt, bereits nach wenigen Stunden, höchstens einigen Tagen wird die Ware zusammengestellt und auf einen Lkw geladen. Dann gehen „Sunny Boy“-Wechselrichter nach ganz Europa, Autoelektrik-Teile zum OTC in Baunatal und LED-Leuchten nach Polen oder Portugal.

Die Hauptkunden sind Bosch, SMA, Dog gear (Tierbekleidung) und Endo Lighting (LED). Für Letztere – eine japanische Firma – werden Energiespar-Leuchten aus Einzelteilen zusammengesetzt.

25 Mitarbeiter sind in der 10 000 Quadratmeter großen Lagerhalle (das entspricht der Größe von anderthalb Fußballplätzen) an der Gottlieb-Daimler-Straße beschäftigt, die die Firma Gazeley errichtet hat. 25 weitere Angestellte – Speditionskaufleute und Logistiker – sorgen für den reibungslosen Ablauf, organisieren den Transport per Straße, Luft oder See, erledigen die Zollpapiere. Elf Azubis werden beschäftigt.

„Alles ist ganz auf den Kunden zugeschnitten“, sagt Logistics-Manager Fabian Benedetti. Auf Wunsch werden Statistiken erstellt, die die Kunden zur Steuerung ihrer Produktion nutzen können.

Auch Transportverfolgung bietet „Zufall“ an – im Computer wird aufgezeichnet, wo sich jede der zigtausend Sendungen pro Monat gerade befindet. Möglich wird es durch das EDV-gestützte Scannen jedes Pakets. Besonders eilige Kunden können den Nightstarexpress nutzen.

„Kassel ist wegen seiner Lage als zentraler Umschlagpunkt sehr wichtig“, sagt Benedetti. „Von hier aus können wir in der Nacht jeden Punkt in Deutschland erreichen.“ Spätestens bis 7.30 Uhr sei dem Empfänger das Paket zugestellt.

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