Wenn aus Zwei wieder Eins wird – So verarbeiten Sie eine Trennung

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Bleiben Sie standhaft nach einer Trennung und gehen Sie auf Distanz zu Ihrem Partner.

Trennt sich ein Paar, brechen oft ganze Alltagsstrukturen zusammen. Man muss nicht nur die Trauer überwinden, sondern sich ganz neu orientieren. Und vor allem Kinder sollten nicht unter einer Trennung leiden. Hier erfahren Sie, welche Tipps Ihnen in der Zeit nach dem Beziehungsende wirklich helfen.

Hilfreich vor der Trennung

Sie haben schon seit einiger Zeit vor, sich von Ihrem Partner zu trennen. Sicher haben Sie dafür gute Gründe. Trotzdem fällt es Ihnen schwer, einen Schlussstrich zu ziehen. Sie wissen nicht, wie es danach weitergehen soll und haben Angst vor der Reaktion Ihres Partners. Bereiten Sie sich gut auf das Gespräch mit Ihrem Partner vor. Sprechen Sie offen über Ihre Beweggründe und versuchen Sie, den anderen möglichst nicht zu verletzen.

Wie geht es nach der Trennung weiter?

Obwohl Sie den ersten Schritt zur Trennung gemacht haben, leiden Sie sehr darunter. Das ist ganz normal, denn nach einer längeren Beziehung benötigen Sie Zeit für die Aufarbeitung. Es gibt allerdings auch einiges, das Sie tun können, um die Trennung für sich und Ihren Ex-Partner erträglicher zu gestalten:

  • Gehen Sie zunächst einmal auf Abstand zu Ihrem Ex-Partner – es sei denn, es sind Kinder im Spiel. Hier empfiehlt es sich, das gemeinsame Sorgerecht anzustreben.
  • Bleiben Sie standhaft und lassen Sie sich nicht von Ihrem Ex-Partner erpressen. Sie brauchen beide Zeit, um das Geschehene zu begreifen und zu verarbeiten.
  • Packen Sie alle Gegenstände, die Sie an Ihren Ex-Partner erinnern, in den Keller.
  • Lassen Sie Ihren Trennungsschmerz zu und betäuben Sie sich nicht mit Alkohol.
  • Erstellen Sie eine Liste mit Aktivitäten, die Ihnen Spaß machen könnten.
  • Suchen Sie sich ein Ventil für Ihre Wut: Joggen oder Gartenarbeit sind sehr hilfreich.
  • Werden Sie nicht rückfällig. Machen Sie sich immer wieder die Gründe für das Ende Ihrer Partnerschaft bewusst.
  • Verwöhnen Sie sich mit kleinen Auszeiten wie einem Wellness-Wochenende.

Professionelle Hilfe bei Liebeskummer

Ausführliche Gespräche mit guten Freunden sind sehr wichtig, um eine Trennung verarbeiten zu können. Manchmal genügen tröstende Worte jedoch nicht – zum Beispiel wenn Sie Ihren Alltag nicht mehr in den Griff bekommen. Dann ist es ratsam, sich professionelle Hilfe zu suchen. Diese Anlaufstellen helfen Ihnen nach einer Trennung:

  • Ehe- und Familienberatungsstellen
  • Pro Familia
  • Psychologische Therapeuten

Ehe- und Familienberatungsstellen sind wichtig, wenn Kinder im Spiel sind. Sie vermitteln Ansprechpersonen, zum Beispiel um eine Scheidung zu regeln. Auch um finanzielle Hilfe kümmern sie sich. Daneben sind sie schlichtend tätig, wenn der Kontakt zu Ihrem Ex-Partner schwierig ist. Auch Anlaufstellen wie Pro Familia übernehmen diese Funktionen.

Damit aus dem Liebeskummer keine Depression wird, wenden Sie sich an einen Psychotherapeuten in Ihrer Nähe. In den meisten Fällen übernimmt Ihre Krankenkasse die Kosten. Erscheint Ihnen die Wartezeit zu lang, kann eine private Liebeskummer-Praxis eine Alternative sein. Diese finden sich in immer mehr Städten. Achten Sie darauf, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt. Sie zahlen die Sitzungen selbst. Aber: Oft genügen wenige Termine, um den Liebeskummer in den Griff zu bekommen.

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