In Heiligenrode entsteht ein Generationenpark mit Fitnessgeräten für Menschen jeden Alters

Wenn Oma mit dem Enkel turnt

Die Bagger rollen: Tino Gertheis von der Firma GWA-Landschaftsbau legt mit seinen Kollegen die Wege des künftigen Generationenparks in Heiligenrode an. Foto: Laumann

Niestetal. Hanau, Bad Holzhausen oder Greetsiel machen es vor: In immer mehr Städtchen und Gemeinden turnen Jung und Alt gemeinsam an Fitnessgeräten in der Natur. Jetzt folgt Niestetal mit einem Generationenpark. Doch noch bewegen sich auf der Erweiterungsfläche des Freizeitgeländes in Heiligenrode nur die Bagger. Derzeit legt die Firma GWA-Landschaftsbau die Wege an. Die Hauptwege werden asphaltiert, die Nebenwege erhalten eine wassergebundene Decke. Später wird die Landschaft modelliert, der Rasen gesät, werden Bäume und Sträucher gesetzt. Komplett wird der Park durch die Fitnessgeräte. Sie lagern bereits auf Paletten im Bauhof. Laut Rathaussprecher Dennis Bachmann werden sie bis Anfang Oktober aufgestellt.

Der Park schließt sich an das Naherholungs- und Freizeitgelände im Süden von Heiligenrode an. Er ist 11 000 Quadratmeter groß und kostet 260 000 Euro. 24 000 Euro davon entfallen auf die sieben Sportgeräte. Sie sind aus Edelstahl und witterungsbeständig. Auch sollen sie sicher vor Vandalismus sein.

Im Vorfeld hatte sich die Gemeinde von zwei Herstellerfirmen beraten lassen. Sechs Geräte stammen von dem Hamburger Anbieter Playfit, eines von Playteam aus Halsenbach. „Wir haben uns verschiedene Referenzobjekte angesehen“, sagt Bachmann. Vorbilder gibt es genug. Generationenparks wie in Heiligenrode entstehen in in immer mehr Orten im Bundesgebiet.

Alles in Bewegung

Überall geht es um dasselbe Motto: Der ganze Körper soll bewegt werden. Die Geräte trainieren unterschiedliche Muskelpartien. So ist etwa das Massagegerät für Hände, Arme und Beine nach Herstellerangaben eine Herausforderung für Feinmotorik, Koordination und Balance.

Durch das Drehen der beiden Scheiben sollen Handgelenke, Ellenbogen und Schultergürtel mobilisiert werden. Gleichzeitig wird ein Bein auf der Massagerolle auf- und abbewegt und so entspannt.

Pressesprecher Bachmann betont: „Der Generationenpark ist kein Seniorenspielplatz.“ Die Gemeinde will die ganze Familie ansprechen. Die Fitnessgeräte seien so konzipiert, dass jedermann an ihnen turnen kann. Egal wie groß, egal wie alt er ist.

„Wir sind hier sehr fit“

Bachmann ist indes zuversichtlich, dass die Geräte von den Spaziergängern angenommen werden: „Wir sind hier sehr fit in Niestetal.“ DAS THEMA

Von Anke Laumann

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.