Märchenteller und ein Tassenservice aus den 1930er-Jahren

Geschichtsverein Helsa: Wenn Rotkäppchen auf den Wolf trifft

Werden beim Geschichtsverein Helsa ausgestellt: Kindertassen von 1930 und ein Teller mit Rotkäppchenmotiven. Foto:  Wienecke

Helsa. „Das Service von 1930 hat uns Frau Martha Mann, vormals Brandt, aus Wickenrode überlassen“, sagt Herbert Brandt vom Geschichtsverein Helsa. Die Vereinsmitglieder dekorieren die Vitrinen im Gemeindezentrum Helsa immer wieder neu, um ihre Ausstellungsstücke Besuchern präsentieren zu können.

Die niedlichen Kindertassen und Untertassen, deren Goldränder bereits eindeutige Gebrauchsspuren aufweisen, haben sie um einen Märchenteller mit Rotkäppchenmotiven ergänzt. Kindgerecht wirkt der Wolf darauf eher wie ein freundlicher Schäferhund, auch der kleine Fliegenpilz zeigt ein Lächeln.

Rotkäppchen gehört zu den bekanntesten Märchen der Brüder Grimm, sie veröffentlichten es bereits im ersten Band ihrer Kinder- und Hausmärchen im Jahr 1812. Ursprünglich stammt es von dem Pariser Anwalt, Beamten und Schriftsteller Charles Perrault (1628 bis 1703), der durch seine Märchensammlung bekannt wurde und wesentlich zur Beliebtheit der Märchen beitrug.

Auch die Märchen Blaubart, Frau Holle, Der gestiefelte Kater, Aschenputtel, Dörnröschen, Der kleine Däumling und Die drei Männlein im Walde stammen von ihm. Neben den Brüdern Grimm übernahmen auch weitere deutsche Autoren wie Franz Xaver Schönwerth (1810 bis 1886) und Ludwig Bechstein (1801 bis 1860) seine Märchen.

Das historische Archiv des Geschichtsvereins Helsa im Obergeschoss des Gemeindezentrums Helsa in der Berliner Straße 20 ist mittwochs zwischen 9 und 12 Uhr geöffnet. Kontakt zu dieser Zeit unter: Tel. 05605/806 53 55. Infos und Archiv unter: www.geschichtsverein-helsa.de

Von Bettina Wienecke

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