Vorstoß der Freien Wähler zum Verkauf der Feuerwache Mönchehof erfolglos

Werbefirma als Mieter bleibt

Vermietetes Objekt: Die frühere Feuerwache in Mönchehof (links) nutzt eine benachbarte Werbeartikelfirma als Werkstatt. Foto: Dilling

Espenau. Mit Grundstücksverkäufen könnte die Gemeinde Espenau ihre klamme Kasse ein bisschen auffüllen. Doch manchmal stellt sich das als Milchmädchenrechnung heraus. In diesem Sinne beurteilte Espenaus Bürgermeister Michael Wielert den Antrag der Freien Wähler in der Gemeindevertretersitzung in Hohenkirchen, die ehemalige Feuerwache in Mönchehof inklusive einer Reihe von Parkplätzen über einen Makler zu verkaufen.

Das 30 Jahre alte Gebäude hat die Gemeinde an eine Werbeartikel-Firma vermietet. Die Idee der Freien Wähler stieß beim Verwaltungschef wie auch den Gemeindevertretern jedoch auf Ablehnung. Abgestimmt werden musste nicht, weil die FWG ihren Antrag schließlich zurückzog.

Der Mitgeschäftsführer der Werbeartikelfirma habe ihm zuvor im Gespräch signalisiert, mit seinem Betrieb woanders hinzuziehen, falls er die alte Feuerwache nicht mehr nutzen dürfe, berichtete Wielert.

Der Verlust der Mieteinnahme von 5000 Euro jährlich für das Objekt sei dann noch der geringste Verlust, meinte der Verwaltungschef weiter. Denn die Werbefirma zahle pro Jahr bis zu 20 000 Euro Gewerbesteuer. Das seien immerhin fünf Prozent der gesamten Gewerbesteuereinnahmen, die die Gemeinde für 2011 veranschlagt hat.

„Der Verkaufs-Beschluss wäre ein Schildbürgerstreich“, sagte Karsten Schmacke (SPD). „Ein Grundstück verkaufen kann man nur einmal“, meinte Gerrit Langhans von der CDU.

Die Parkplatzflächen vor der Wache dürften schon gar nicht veräußert werden, weil sie für die Gäste des angrenzenden Bürgerhauses mit dem Restaurant Mediterrano benötigt würden, ergänzte er. Den Gewerbesteuerzahler verlieren, das wollte auch die FWG nicht. „Unsere Tendenz ging dahin, Friedrich zum Kauf des Grundstücks zu bewegen“, sagte deren Fraktionsmitglied Wilfried Reh. (pdi)

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