Ersatz für Bergshäuser Brücke: Bürgermeister spricht sich gegen Autobahn-Variante nahe Baunatal aus

„Werden uns dagegen wenden“

Günter Hesse

Baunatal. Gegen eine Verbindungsspange zwischen den Autobahnen 7 und 49 bei Baunatal spricht sich das Baunataler Rathaus aus. Diese mögliche Variante anstelle eines Neubaus der Bergshäuser Brücke hatte jetzt der Fuldabrücker Professor Günter Hesse ins Spiel gebracht.

Aus topographischer und technischer Sicht hält Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) die von Hesse genannte Variante für nicht machbar. „Wir werden uns dagegen wenden“, sagt er.

Außerdem warnt Schaub vor einer Verschiebung der Lärmproblematik von Fuldabrück nach Baunatal. Man könne diese nicht einfach vor die Haustüren anderer Leute kippen, betont er. „Das ist nicht denkbar.“

Grundsätzlich äußert Schaub Verständnis für die Anwohner Bergshausens. „Natürlich sehen wir die Probleme dort und verstehen, dass ein Verbesserung erreicht werden soll.“

Der Abriss der bestehenden Brücke bei Bergshausen wurde vor Jahren vom Bund beschlossen. Geprüft wurden seither drei Varianten: Eine Trasse im Bereich des jetzigen Bauwerks und zwei Brücken etwas weiter vom Ort Bergshausen abgerückt. Damit soll auch die Lärmbelastung der Bürger gesenkt werden.

Zwei weitere Varianten

Günter Hesse hatte daraufhin zwei weitere Varianten erarbeitet, die noch weiter in Richtung Süden verlagert sind. Mit der so genannten Variante fünf quert der Autobahnverkehr die Fulda ein gutes Stück weiter südlich. Die Trasse verläuft von der A 49-Anschlussstelle Baunatal-Mitte am Original-Teile-Center (OTC) von VW vorbei bis zur A 7 nahe Guxhagen. Laut Hesse bringen seine Vorschläge in puncto Lärmschutz und Schadstoffbelastung deutliche Vorteile gegenüber den drei bestehenden Varianten.

Schaubs Fazit: Neben der schwierigen Geländeform gebe es im Bereich Baunatal ebenfalls Probleme mit dem Lärmschutz.

Fotos: Kühling, privat/nh

Von Sven Kühling

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