Vier aktive Senioren helfen in der Ahnataler Holzwerkstatt der Gemeinde durch ehrenamtlichen Einsatz

Werken für das Allgemeinwohl

Helfen gern: Albert Hartung (von links), Willi Scheffler und Helmut Guthof arbeiten zusammen mit Erwin Friedmann ehrenamtlich in der Ahnataler Holzwerkstatt an gemeinnützigen Projekten. Fotos: Kisling

Ahnatal. Jeden Freitag von 15 bis 18 Uhr treffen sich Willi Scheffler, Helmut Guthof, Erwin Friedmann und Albert Hartung im Alten Rathaus in Ahnatal zum Hämmern, Schleifen, Bohren, Fräsen und Werkeln. Dann sind die Senioren in ihrem Element. Über die Erzeugnisse der Arbeit freuen sich die öffentlichen Einrichtungen in Ahnatal.

Wöchentliches Treffen

Seit zehn Jahren besteht das wöchentliche Treffen unter dem Namen Holzwerkstatt. Daran hat Uwe Westphal, Leiter des Amtes für Kultur, Jugend und Senioren, einen entscheidenden Anteil (siehe Hintergrund).

Die Intention ist, dass Ahnataler, die aus der Berufswelt ausgestiegen sind, ihre handwerklichen Fähigkeiten weiter nutzen können. Die Kellerräume im Alten Rathaus wurden zur Verfügung gestellt und für rund 28 200 DM (14 100 Euro) in eineinhalb Jahren saniert.

Die Kosten haben sich längst rentiert. Sei es die Theke des Café Klatsch, Spiele wie das Ahnataler Shuffleboard, kleine Möbel für die Kindergärten, ein Uhrpendel für die Heckershäuser Kirche, die Gemarkungsschilder oder die Restauration von historischen Objekten der Heimatkundlichen Sammlung - die Liste der ehrenamtlich hergestellten Produkte der Holzwerkstatt ist lang. Wenn die Gemeinde auf kleine Handwerksarbeiten angewiesen ist, helfen die ehemaligen Schreiner sowie Maler Hartung gern aus.

Aktuell arbeitet das Team an einer Schiebetür für das Archiv des Chronisten Helmuth Breiter.

„Dem besonderen Engagement gebührt ein großer Dank“, weiß Bürgermeister Michael Aufenanger. Uwe Westphal lobte die Selbstständigkeit und Kreativität der Holzwerkstattmitglieder. „Jede Idee wird hier klasse umgesetzt“, meint er. Als Dankeschön und Anerkennung schenkte die Gemeinde den Senioren eine Kreissäge zur Erleichterung der Arbeit.

Nachwuchs gesucht

Helmut Guthof nahm das Präsent stellvertretend für die Tätigen der Holzwerkstatt entgegen und versicherte, die Arbeit gern fortzuführen. „Allerdings brauchen wir Nachwuchs“, stellte Guthof klar, denn alle Mitglieder seien über 70 Jahre alt.

Interessenten, die ihre handwerkliche Leidenschaft ebenfalls nutzen wollen, um das Allgemeinwohl in Ahnatal zu fördern, seien zu den Öffnungszeiten der Holzwerkstatt immer willkommen.

HINTERGRUND

Von Tobias Kisling

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