Karneval

Gardetänzerinnen des SV Espenau proben für großen Auftritt

In ihren Gardekostümen: Jana Bondarenko (hinten von links), Nadine Schäfer, Anna-Lena Lange, Melina Brückmann, Natalie Weiland, Sarah Töppel (unten von links), Chantal Werkmeister, Celectine Mikloweit und im Spagat Lara-Katharin Tank. Es fehlt wegen Krankheit Estella Landau. Fotos: Thöne

Espenau. Laute Musik dröhnt aus den Boxen. Der Blick der neun Mädchen ist konzentriert nach vorn gerichtet. Gekonnt werfen sie das Bein nach oben. Jetzt nur nichts falsch machen.

Dann passiert es doch: Eines der Mädchen vertanzt sich und fängt an zu lachen. Zum Glück ist nur Training. Fehler dürfen da passieren.

Jeden Montag trifft sich die Gardetanzgruppe „Mini Mäuse“ des SV Espenau in der Sporthalle Bürgereck, um den Marschtanz für die Karnevalsaufführungen zu proben. Die Mädchen zwischen zwölf und 15 Jahren sind ein eingespieltes Team. Viele von ihnen sind bereits seit fünf Jahren dabei und wissen, wie es läuft.

Machen sich fürs Training warm: Nadine Schäfer (links) und Lara-Katharin Tank.

Am Anfang jedes Trainings steht die Aufwärmphase. 15 bis 20 Minuten dehnen sich die jungen Tänzerinnen, um sich bei der Probe nicht zu verletzen. Nadine Schäfer (15) ist schon seit vier Jahren bei der Gruppe. Sie tanzt seit sie fünf Jahre alt ist. Trotzdem ist der Marschtanz für sie kein Kinderspiel. „Es ist anstrengend. Man braucht immer Ausdauer und Anspannung.“ Der Marschtanz ist ein geradliniger, eleganter Tanz. Hier kommt es vor allem auf Synchronität und Präzision an. Oftmals finden sich im Tanz auch akrobatische Elemente wie Räder, Beinschwünge und Spagat. Eben diesen müssen die Mädchen aber noch üben. Deshalb müsse der Spagat dieses Jahr noch aussetzen, sagt Silke Bohnhardt ein wenig wehmütig.

Zusammen mit Heike Popelar trainiert sie die Garde. Mittlerweile sind die Mädchen mit dem Dehnen fertig. Alle stellen sich auf ihre Position und warten darauf, dass es losgeht.

„Zurzeit sind wir in der Wiederholungsphase“, erklärt Bohnhardt. Es gehe überwiegend darum, Kleinigkeiten zu korrigieren.

Von den Oster- bis zu den Sommerferien werden die Schritte einstudiert. Dann wird an den Feinheiten gearbeitet.

Silke Bohnhardt

„Füße hoch, Köpfe hoch“, schreit Popelar gegen die laute Musik an. Immer wieder korrigieren und motivieren die beiden Trainerinnen ihre Gruppe mit Zwischenrufen. Drei Minuten dauert der Marschtanz. Dann wird erst mal etwas getrunken. Jetzt sind auch die Mitglieder der Seniorengarde eingetroffen – die Dancing Sisters. Mit ihnen zusammen tanzen die Mini-Mäuse den Schautanz. Bei diesem sind die Richtlinien für Stilrichtung und Geradlinigkeit nicht ganz so streng.

Heike Popelar

Außerdem gibt es immer ein Motto. In diesem Jahr ist es Western. Deshalb wurden in den Schau-Tanz Line-Dance-Elemente und sogar eine Kneipenschlägerei eingebaut. Auf der Bühne stehen nun 16 Tänzerinnen. „So und jetzt Gas geben“, ruft Bohnhardt ihren Mädchen zu.

„Es ist anstrengend. Man braucht immer Ausdauer und Anspannung.“

Während der Probe sieht man ihnen an, dass sie richtig Spaß haben. Immer wieder lachen sie zusammen. „Das ist eine schöne Truppe“, sagt Anika Kühneweg (24), die bei den Dancing Sisters tanzt. „Wir sind wie eine kleine Familie.“

Trainerin Popelar freut sich schon auf den ersten Auftritt beim Seniorenkarneval am 1. Februar: „Man ist stolz auf jede Einzelne da oben.“

Von Nina Thöne

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