Ars-Natura-Fernwanderweg: Neuer Abschnitt zwischen Lohfelden und Eiterhagen eröffnet

Söhrewald: Wiederkehr der Artenvielfalt

Bedroht und heilsam: Der „Gemeine Wacholder“ steht auf der roten Liste der gefährdeten Pflanzen. Mit auf dem Bild sind die Wanderer Joachim Hinz (vorn von links) und Petra Meurer sowie Ars-Natura-Initiator Sandrino Sander (rechts). Fotos:  Wohlgehagen

Söhrewald. Am Wochenende ist ein neuer Abschnitt der Kunstwanderstrecke „Ars Natura“ am Fernwanderweg X  3 (Wildbahn) offiziell eröffnet worden. „Bäume der Zukunft“, so heißt der zwölf Kilometer lange Waldpfad zwischen Lohfelden und Eiterhagen, der etwas Besonderes und Grenzüberschreitendes hat: Er bewegt sich nicht nur im Bereich der Kunst in der Natur, sondern vor allem in der Botanik.

An 15 Stationen wurden seltene Bäume gepflanzt, die in den Wäldern der Region wieder heimisch werden sollen. Den Baumkunstanpflanzungen an einem der schönsten Waldpfade, die es in Nordhessen gibt, sind Basaltsteine aus der Söhre zugestellt.

Echte Walnuss: Dr. Karin Adam stellt den Baum des Jahres 2008 vor.

„Genießen Sie die Wanderung durch den wunderschönen Herbstwald mit seinen älteren und neu hinzugekommenen Bäumen“, empfahl die künstlerische Leiterin der Ars-Natura-Stiftung, Dr. Karin Adam, den 30 Teilnehmern an der Eröffnungswanderung. Die Gruppe machte sich vom Wanderparkplatz an der Lache auf den drei Kilometer langen Weg nach Eiterhagen. Von Adam erfuhren sie, dass der Walnussbaum das edelste Holz und beste, nährstoffreiche Nüsse habe. Etwas abseits des Weges taucht die „Kathedrale“ auf: Das von Stürmen zerzauste Relikt einer 280 Jahre alten Rotbuche ist eine bemerkenswerte Station auf diesem Abschnitt.

Auf der Wanderstrecke in Söhrewald werden seltene Bäume wie die Elsbeere, Eibe oder der Gingko vorgestellt. Ars Natura möchte mit dem neuen Projekt auch einen Beitrag zur Wiederkehr der Artenvielfalt leisten, sagt die künstlerische Leiterin.

Eröffnung der Ars Natura Strecke in Söhrewald

Den Teilnehmern gefiel die Baumkunst. „Man bekommt einen ganz anderen Blick für die Natur“, sagt Joachim Hinz (77) aus Söhrewald. Die Idee für Ars Natura sei vor etwa zehn Jahren während einer Rennsteig-Wanderung entstanden, verriet der Mitbegründer der Initiative, Sandrino Sander. Er freue sich, dass die Lücke zwischen Lohfelden und Melsungen geschlossen und somit bis Rotenburg an der Fulda ein durchgängiges Kunstwanderband entstanden sei. Bürgermeister Michael Steisel dankte der Ars-Natura-Stiftung und dem Forstamt Melsungen für die Gestaltung der Strecke und die Einbeziehung der Söhrewälder Künstlerinitiative.

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