SPD Kassel-Land bestätigt Vorsitzenden

Uwe Schmidt mit 99,2 Prozent wiedergewählt

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Blumen für den Vorsitzenden: Landrat Uwe Schmidt (Mitte) freut sich über das hervorragende Ergebnis seiner Wiederwahl als SPD-Chef im Unterbezirk Kassel-Land. Es gratulierten die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, die Bundestagsabgeordnete Ulrike Gottschalck, und sein scheidender SPD-Stellvertreter Ralf Pfannkuche.

Kreis Kassel. Mit einem Traumergebnis von 99,2 Prozent ist Landrat Uwe Schmidt am Samstagmittag für weitere zwei Jahre zum Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks Kassel-Land gewählt worden.

Nur einer der 121 Delegierten aus dem Unterbezirk Kassel-Land stimmte beim Parteitag in der Mehrzweckhalle in Vellmar-Frommershausen mit Nein, zwei enthielten sich. Für den 59-Jährigen aus Helsa war es bereits die sechste Wiederwahl. Seit 2001 führt er den mit 5043 Mitgliedern (im Jahr 2012) größten SPD-Kreisverband in Hessen.

Aktualisiert um 15.30 Uhr

In einer engagierten Rede hatte Schmidt die Delegierten aus 78 Ortsvereinen zuvor auf die bevorstehenden Wahlen am 22. September zum Bundestag und zum Landtag eingeschworen. Die nordhessischen Sozialdemokraten würden ihren Betrag zum Politikwechsel leisten. „Wir haben eine gute Chance, weil die Regierung in Wiesbaden total abgewirtschaftet hat“, sagte der 59-Jährige angriffslustig.

Schmidt bekannte sich klar zur Energiewende. Um sie umzusetzen, sei auch die Rekommunalisierung des Stromnetzes notwendig. „Jedes Windrad, das wir aufstellen, ist ein Symbol für das Überleben der Menschheit“, sagte der Helsaer. Bei der Planung müsse man mit den Menschen vor Ort aber „ordentlich umgehen“. Trotzdem werde es Belastungen für die Anwohner geben.

Streitbar zeigte sich Schmidt auch beim Thema Bildung. Mit dem Schulentwicklungsplan, der die Schließung von drei Grundschulen im Landkreis vorsieht, habe er auch den eigenen Genossen einiges zugemutet. Er sei bereit, mit den Betroffenen zu reden; so werde er in Kürze eine Elternversammlung in Ippinghausen besuchen. Wo es zu wenige Kinder gebe, habe man aber keine andere Wahl, als Schulen dicht zu machen. Der Landkreis nehme die Bildung sehr ernst, sagte der Landrat. So habe man „Abermillionen in die Sanierung der Schulen gesteckt“, und der Landkreis Kassel sei der einzige Kreis in Hessen mit flächendeckender Schulsozialarbeit.

Schmidt forderte die Landesregierung auf, den Naturpark Reinhardswald umzusetzen und lehnt einen 80 Hektar großen Salzsee, wie ihn Kali + Salz im Wesertal plant, strikt ab. Rückendeckung erhielt Schmidt von den Abgeordneten Ulrike Gottschalck (Bundestag) und Timon Gremmels (Landtag), die ihm große Teamfähigkeit bescheinigten. Die Delegierten spendeten reichlich Beifall.

HINTERGRUND:

Der SPD-Unterbezirk Kassel-Land umfasst den gesamten Landkreis Kassel. Die Zahl der Mitglieder schrumpft seit Jahren, zuletzt weniger stark; sie sank von 5198 im Jahr 2011 auf 5043 Mitglieder im Jahr 2012. Die Finanzen sind solide, die politische Arbeit könne aus eigener Kraft finanziert werden, sagte Kassierer Karl Hellmich. Mit 312 000 Euro in der Kasse fühlt man sich für den anstehenden Wahlkampf gut gerüstet. Im neuen Vorstand sitzen Vorsitzender Uwe Schmidt (Helsa); die beiden Stellvertreter Brigitte Hofmeyer (Hofgeismar) und Burkhard Finke (Wolfhagen); Kassierer Karl Hellmich (Kaufungen); Bildungsbeauftragte Stefanie Roß-Stabernack (Fuldatal); Naturbeauftragter Willi Kammelter (Söhrewald) und Jugendbeauftragter Sebastian Fiedler (Wolfhagen). (hog)

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