Espenauer SPD-Bürgermeister verzichtet auf erneute Kandidatur

Wielert tritt 2014 nicht mehr an

Im Wahlkampf: Locker und entspannt gab sich Michael Wielert (rechts) im HNA-Lesertreff vor dem Urnengang im Januar 2008. Zu Recht. Er siegte klar vor seinem Herausforderer Harald Gerke. Archivfoto: Koch

Espenau. Espenau muss sich 2014 einen neuen Bürgermeister suchen. Denn Michael Wielert (SPD), seit Juni 2002 Chef der Gemeindeverwaltung, räumt seinen Stuhl.

„Damit es alle wissen, ich werde für eine dritte Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung stehen“, verkündete der 50-Jährige am Montagabend in der Sitzung der Gemeindevertreter kurz und bündig. Gegenüber unserer Zeitung erläuterte Wielert die Gründe für seine Entscheidung. „Wenn es am Schönsten ist, soll man gehen“, sagte er. Zwölf Jahre reichten, das, was er sich vorgenommen habe, sei erledigt. Er wolle „auf dem Zenit“ abtreten und nicht irgendwann abgewählt werden. Querelen mit der Partei, Verärgerungen, Disharmonien in der Verwaltung - Fehlanzeige. „Ich kann nichts Negatives sagen“, betonte der Verwaltungschef. „Mich hat nichts geärgert.“

Über seine Zukunftspläne wollte Wielert gestern noch nichts sagen. Nur soviel: „Ich werde nicht nur Zuhause auf dem Sofa sitzen.“ Er könne sich unter anderem vorstellen, seine ehrenamtliche Arbeit als Vorsitzender des Kulturvereins Espenau, der die Espenauer Kulturtage organisiert, etwas zu intensivieren.

Es sei ihm dabei bewusst, dass er 2014 mit gerade mal 52 Jahren „sehr jung“ abtrete und er gebe auch gerne zu, dass seine Versorgung „komfortabel geregelt“ sei. Aber das seien halt nunmal die Spielregeln, schloss der Verwaltungschef.

An mangelnder Akzeptanz seitens der Espenauer konnte es nicht liegen, dass der 1,97-Mann seinen Hut nimmt. In beiden Bürgermeisterwahlen ließ der Hobbykoch nämlich nichts anbrennen und deklassierte seine Konkurrenten. Im Januar 2001, als er zum ersten Mal antrat, holte Wielert aus dem Stand 73,14 Prozent gegen den CDU-Mann Hans-Wolfgang Kurzenknabe (26,86 Prozent), im Januar 2008 nahm er mit 70,8 Prozent gegen seinen christdemokratischen Herausforderer Harald Gerke (29,2 Prozent) ebenfalls die 70-Prozent-Hürde.

„Das ist für mich ein bisschen Luxus“, kommentierte er damals das gute Wahlergebnis.

Von Stefan Wewetzer

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