Gründe: Hessentag und 1100-Jahr-Feier in Kassel

Kuratorium Vellmar: 2013 weniger Veranstaltungen

Geheimnisvolles Ambiente: Die Premiere der Veranstaltungsreihe Licht und Kunst, bei der der Vellmarer Ahnepark ausgeleuchtet wurde, begeisterte die Besucher. Archivfoto: Socher / nh

Vellmar. Probleme gibt es bei Finanzierung und Terminierung der neuen Veranstaltungen in Vellmar. Anspruchsvoller und abwechslungsreicher sollte der Reigen werden, nachdem das Heimatfest immer weniger Zuspruch gefunden hatte und der Frühjahrsmarkt wegen Ausstellerschwunds auf Eis liegt.

Deshalb tüftelte das Kuratorium der Vellmarer Vereine als Veranstalter eine neue Strategie aus: Das Spektakel „Licht und Kunst“ mit dem ausgeleuchteten Ahnepark, ein Stadtfest im Zentrum und das Wiesnfest auf dem Festplatz sollten im jährlichen Wechsel wieder mehr Besucher locken und das Angebot um die zentrale Säule des Kulturfestivals „Sommer im Park“ abrunden.

Aber das Konzept ist trotz vielversprechender Anfänge noch nicht ganz aufgegangen. „Licht und Kunst“ wird es nach der erfolgreichen Premiere 2010 im kommenden Jahr definitiv nicht geben, erklärte Kuratoriumsvorsitzender Uwe Kemper. Der Grund: Angesichts des Hessentages 2013 in Kassel, der eigentlich in Vellmar stattfinden sollte, und der ebenfalls dann laufenden 1100-Jahr-Feier von Kassel waren die Voraussetzungen für eine Neuauflage von „Licht und Kunst“ nicht gegeben, meinte das Kuratorium. „Das Risiko wäre einfach zu groß gewesen“, sagte Kemper. Denn gerade die für das Lichtspektakel unerlässlichen Sponsoren würden sich im kommenden Jahr eher auf Kassel als auf Vellmar konzentrieren.

Aber gerade die Sponsoren sind für „Licht und Kunst’“ mit seinem Etat von rund 50 000 Euro unerlässlich. 30 Prozent kamen bei der Premiere nämlich von den Geldgebern, dazu ein Zuschuss der Stadt Vellmar von 15 000 Euro. Diskutiert wird im Kuratorium angesichts des hohen Aufwands deshalb auch über einen möglichen Eintritt für die Licht-schau im Ahnepark.

Besser sieht es für die zweite Auflage des Wiesnfestes aus. Nachdem der erste Festwirt nach der Premiere nicht mehr mit im Boot ist, steht das Kuratorium in aussichtsreichen Verhandlungen mit einem Nachfolger. Das Wiesnfest, laut Kemper bei der Premiere eine „fröhliche Veranstaltung mit brechend vollem Zelt“ soll nächstes Jahr zumindest in abgespeckter Form vom 18. bis 20. Oktober stattfinden. Frühschoppen und Rummel werden wegfallen.

Das Stadtfest, die dritte Veranstaltung im Bunde, hat beim Kuratorium zurzeit die schlechtesten Aussichten, um im Vellmarer Terminkalender als feste Größe verankert zu werden. „Das Risiko, dass es sich nicht trägt, ist zu groß“, sagt Kemper.

Nur mit Niveau

Denn nach wie vor gelte für das Kuratorium der Anspruch „Wenn wir was machen, dann nur mit Niveau“.

. Archivfoto: nh

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