Neues Pflegekonzept für Grünflächen

Baunatal: Wildblumen kommen vorerst nicht

Pflegeleichte Blumenwiese: Solche Beete wie hier auf dem Kreisel Osterberg in Vellmar plant die Stadt Baunatal bislang nicht. Archivfoto: Brandau/nh

Baunatal. Wildblumen wird es auf den Grünflächen der Stadt Baunatal so schnell nicht geben. Ein neues Grünpflegekonzept, das am kommenden Montag im Stadtparlament beraten wird, schließt solche pflegeleichten Beete zwar nicht für alle Zeiten aus, aber man habe dafür keine geeigneten Bereiche gefunden, sagt Erste Stadträtin Silke Engler.

Das neue Konzept ziele vielmehr darauf ab, den Arbeitsaufwand des Bauhofs zu kanalisieren, indem zum Beispiel seltener gemäht wird. Kassel, Vellmar, Espenau – diese Kommunen setzen auf Blumenwiesen, die nach dem Aussäen der Samen sich selbst überlassen werden können. „Das ist gut, solange die Blumen blühen“, sagt Engler. In trockenen Zeiten jedoch würden die Bereiche unansehnlich, man müsse bewässern. „Im Moment schlagen wir da nichts vor“, so Engler, zu deren Ressort der städtische Bauhof gehört.

Grundsätzlich reagiert Baunatal darauf, dass mit neuen Wohngebieten auch immer mehr Grünflächen entstehen. Mit Ausnahme der Friedhöfe, eines sensiblen Bereichs, und der Sportplätze, die Vorschriften unterliegen, soll seltener gemäht und geschnitten werden.

Ein Beispiel: Der Rasen auf dem Stadtplatz im Großenritter Wohnquartier Heimbach kommt künftig nur noch sechs- bis achtmal statt zehn- bis 15-mal pro Saison unters Messer.

Der steigende Aufwand bedeute auch, dass man im Bauhof mehr Personal brauche, sagt Engler. Eine Aufstockung werde dem Parlament im Entwurf des städtischen Haushalts 2013 vorgeschlagen.

Auch solle noch stärker auf Maschinen gesetzt werden. Zum einen achte man bereits beim Anlegen neuer Grünflächen darauf, dass diese maschinell zu mähen sind. Zum zweiten schaffe man Geräte an, die auf die Baunataler Erfordernisse abgestellt seien.

An der sommerlichen Blumenpracht solle sich jedoch nicht allzuviel ändern. Laut Engler werde man aber schauen, ob etwa Baumscheiben so bepflanzt werden können, dass man nicht viel jäten, hacken, gießen und mähen müsse. Engler zum neuen Konzept: „Wir wollen es trotzdem schön haben.“

Öffentliche Sitzung des Stadtparlaments: Montag, 12. November, ab 18 Uhr, Rathaus, Stadtverordnetensaal.

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